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Unterschiedliche Auffassungen über Zukunft einer Birkengruppe

Verflochtene Einheit

BÜCKEBURG. An der Friedrich-Bach-Straße gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft von zwei Birken. Die Unterschiede rühren unter anderem aus der Tatsache her, dass sich ein Mitglied der Eigentümergemeinschaft übervorteilt fühlt.

veröffentlicht am 03.07.2018 um 13:40 Uhr
aktualisiert am 03.07.2018 um 15:20 Uhr

Über die Zukunft dieser Baumgruppe gibt es an der Friedrich-Bach-Straße unterschiedliche Auffassungen. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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„Es ist verhindert worden, dass ich vor der Abstimmung der Eigentümerversammlung meine Information mitteilen konnte“, sagt der Beschwerdeführer gegenüber unserer Zeitung. Die hinter dem Haus Nr. 10 stehenden Bäume gehören nach seinen Schilderungen zu einer Dreiergruppe, „die so nahe beieinander steht, dass sie sowohl mit dem Geäst als auch mit dem Wurzelwerk eine untrennbare Einheit bildet“.

Zudem moniert der Eigentümer die in der Versammlung verwendete Bezeichnung „kleine, schiefe Birken“. Alle drei Bäume seien so groß, dass sie das Haus Nr. 10 um mehrere Meter überragten. Und zum Erscheinungsbild der beiden zur Disposition stehenden Birken lässt er wissen: „Eine ist bis zur Spitze schnurgerade gewachsen, die andere ist bis unten begrünt und im Geäst skurril verzweigt, was bei Parkbäumen besonders beliebt ist. Schief gewachsen ist also keine von beiden.“

Überdies bilde die Baumgruppe ein Bollwerk zum Schutz vor starken Nordweststürmen, zumal „der Sturm wegen des Hochhauses wie durch eine Düse verstärkt auf Haus Nr. 10 trifft“. Außerdem regulieren die Birken den Grundwasserspiegel und hielten somit die Keller der Gebäude trocken. Und: „Mit dem durch die Blätter gefilterten Licht sorgen sie für eine angenehme Atmosphäre auf unseren Balkonen.“

Zusammenfassend hält der Ruheständler fest: „Aus all diesen Gründen soll die Birkengruppe erhalten bleiben, denn es gibt kein plausibles Argument, zwei davon zu fällen.“ Gegenwärtig versucht der Beschwerdeführer, den Beschluss der Eigentümerversammlung per Unterschriftenaktion zu revidieren.




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