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Lauenauer Lebensmittelausgabe ist bei Bedürftigen noch ziemlich unbekannt / Wunsch: Transporter

Verhaltener Start bei der „Bürgerhilfe“

Lauenau (nah). Zehn „Bedarfsgemeinschaften“ aus dem Bereich der Samtgemeinde Rodenberg und einigen umliegenden Orten haben den ersten Ausgabetermin der neuen „Bürgerhilfe“ genutzt. Mit dem etwas verhaltenen Start sind die Vereinsmitglieder, die nach dem Vorbild der bundesweiten „Tafeln“ Lebensmittel an Bedürftige abgeben, dennoch zufrieden. „Viele wissen von unserem Angebot noch gar nichts“, hat Vorstandsmitglied Gabi Kirchhoff bereits in Erfahrung gebracht.

veröffentlicht am 21.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

Auch Vorsitzende Margit Mesenbrink übt sich in Geduld: „Das muss sich herumsprechen.“ Es sei nicht einfach, gerade die Menschen zu erreichen, für die der „Bürgerhilfe“-Einsatz bestimmt ist. Inzwischen wurden bereits Pfarrbüro, Sozialstation, das Sozialamt, die Samtgemeindeverwaltung und andere Institutionen gebeten, auf die freitägliche Lebensmittelausgabe hinzuweisen.

Diese wird künftig nicht mehr am Vormittag erfolgen, sondern am Freitagnachmittag von 13 bis 15 Uhr. Dafür gab es organisatorische Gründe unter anderem wegen der zeitnahen Anlieferung von Obst und Gemüse.

Bislang ungeklärt ist die Mobilität der „Bürgerhilfe“. Noch setzen die Mitglieder ihre Privatfahrzeuge ein, um die Waren aus den Geschäften zu holen. Mittelfristig hoffen sie auf ein eigenes Auto. Ebenfalls notwendig sind einige Helfer. „Allein schaffen wir die Arbeit kaum“, sagt Mesenbrink, die inzwischen an bis zu vier Tagen in der Woche für die Initiative unterwegs ist. „Und wenn es nur zum Auspacken und Ware einräumen ist“, wünscht sie sich stundenweise Unterstützung. Unverändert aber wird die „Bürgerhilfe“ von allgemeiner Aufmerksamkeit begleitet: Braumeister Thomas Rupp brachte vor ein paar Tagen fünf Schürzen vorbei. In einheitlichem Dunkelgrün kann der Verein nun hinter dem Ladentresen stehen und auf seine Kunden warten. Diese müssen als Alleinstehende nur einen Euro und für eine aus mindestens zwei Personen bestehende „Bedarfsgemeinschaft“ zwei Euro zahlen und können dafür unter einer großen Vielfalt von Lebensmitteln auswählen.




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