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Vor Gericht: 34-jähriger Familienvater fährt wiederholt ohne Führerschein

Verkehrssünder muss in den Knast

RINTELN. „Ich bitte noch mal um eine Bewährung. Es wird sich nicht mehr wiederholen“, beteuerte der 34-jährige Verkehrssünder in seinem Schlusswort. Vergeblich: Richter Christian Rost verurteilte den Vater zweier Kinder nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Freiheitsstrafe von zwei Monaten ohne Bewährung.

veröffentlicht am 13.05.2016 um 13:18 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:36 Uhr

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Mit seiner Entscheidung folgte Rost dem Antrag von Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig, der auf die zahlreichen einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten hinwies. Wegen desselben Delikts stand der Rintelner zuletzt sogar unter Bewährung, seine Fahrerlaubnis war ihm bereits im Februar 2014 vom Amtsgericht entzogen worden.

Ehefrau und Kinder abgeholt, weil es regnete

Dies hat den 34-Jährigen nicht davon abgehalten, sich vor vier Monaten wieder hinter das Steuer eines Autos zu setzen. Im jetzt verhandelten Fall hatte er nach einem Anruf seiner früheren Ehefrau die gemeinsamen Kinder abgeholt, weil es regnete. Dabei wurde er in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung von der Polizei erwischt. Ein weiteres Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung seiner Ehefrau wurde jetzt eingestellt. Vor genau zwei Jahren hatte er abends seine getrennt von ihm lebende Frau in deren Wohnung aufgesucht und sie angegriffen. Während eines Streits packte er sie an den Haaren, schlug ihr gegen den Arm und warf sie auf den Boden. Als die Kinder aufwachten, verließ der Mann die Wohnung.

Er habe sehr viel Wodka getrunken, äußerte der Angeklagte zum Hintergrund des Geschehens. Er bestritt aber den Vorwurf, seine Frau getreten zu haben. Das leicht verletzte Opfer bestätigte die Einlassung ihres Ex-Mannes.

„Ich war so besoffen, ich weiß es nicht mehr“

Unklar blieb schließlich, ob er bei dem Zwischenfall seine Frau mit den Worten bedroht hatte, er werde sie umbringen. „Vielleicht. Ich war so besoffen, ich weiß es nicht mehr“, erklärte hierzu der Rintelner. Er beteuerte auch, inzwischen mit dem Trinken aufgehört zu haben. Nach dem zwei Jahre zurückliegenden Vorfall scheint sich das Verhältnis der beiden normalisiert zu haben: Es gab keine weiteren Übergriffe oder Streitereien. Heute ist das Paar geschieden, er sieht die Kinder regelmäßig.

Daraufhin entschieden sich die Prozessbeteiligten, dieses Verfahren einzustellen. Dabei erfolgte die Einstellung im Hinblick auf den ersten Vorwurf: Eine mögliche Verurteilung für den Angriff auf seine Ehefrau wäre neben der zweimonatigen Haftstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nicht beträchtlich ins Gewicht gefallen. maf




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