weather-image
Welche Ausstellungen die Besucher des Pyrmonter Museums im Schloss im neuen Jahr sehen können

Verkehrte Welten – mal originell und mal gemein

Bad Pyrmont (uk). Ein wenig scheint Dr. Dieter Alfter dem schwarzen Humor verfallen zu sein. Gleich zwei Ausstellungen, die der Leier des Museums im Schloss Bad Pyrmont für das Jahr 2013 plant, lassen diesen Schluss zu. Zum einen sind das die Arbeiten von Frank Kunert, zum anderen die Bilder von Nikolaus Heidelbach und Norman Junge, die die traditionelle Bilderbuchausstellung zum Ende dieses Jahres bestreiten werden.

veröffentlicht am 05.01.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:31 Uhr

270_008_5804950_pn103_0809.jpg

Beide Schauen sind vielversprechend. Frank Kunert baut „Verkehrte Welten“. So lautet auch der Titel seiner Ausstellung, die vom 7. März bis zum 28. April zu sehen sein wird. Gezeigt werden Fotos von Modellen, die „originell, verblüffend, bissig und gemein sind“, wie sie Alfter jetzt bei der Vorstellung seiner Ausstellungsvorhaben im Kulturausschuss beschrieb. Etwa der Balkon, der über einem Gleisstrang hängt oder die Kinderrutsche, die auf einer Großstadtstraße mündet.

Um „Schöne und Biester“ geht es in der Ausstellung „Alphabet mit Zeichnern“. Nikolaus Heidelbach und Norman Junge, zwei der renommiertesten Illustratoren Deutschlands, liefern sich einen frechen und oft provokanten Dialog über ihr Metier. Mit Worten und Bildern antworten sie von A bis Z auf Fragen nach ihrer Inspiration, dem Fluch des Niedlichen und den Wundern am Zeichentisch (ab 28. November).

Doch eröffnet wird der Ausstellungsreigen 2013 Anfang Februar mit Gemälden des 18. und 19. Jahrhundertes, die aus der Sammlung des Museums stammen. So wird zum Beispiel wieder einmal das Tischbein-Bild von Friederike, der Schwester von Königin Luise zu sehen sein.

Vom 3. bis 24. Februar wird Shoreh Sachs ihre keramischen Skulpturen, Statuen und Objekte ausstellen. Die Ausstellung der Iranerin ist Bestandteil der landesweiten Aktion „Tonspuren“. „Es sind spannend Arbeiten“, so Alfter.

Die vierte Ausstellung (23. Mai – 28. Juli) ist dem Pyrmonter Palmengarten gewidmet, der im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird. Der Titel „Sehnsucht nach dem Süden“ drückt aus, was Reisende damals suchten und in Bad Pyrmont unter Palmen auch fanden. Diese Ausstellung mit Fotos und Postkarten entsteht in Zusammenarbeit mit dem Staatsbad und soll deutlich machen, warum der Palmengarten schon damals so eine große Rolle spielte.

Das grafische Werk des 2007 verstorbenen Malerfürsten Jörg Immendorf zieht vom 22. August bis 3. November ins Museum ein. Dieses gemeinsame Ausstellungsobjekt mit dem Schloss Corvey trägt den Namen „Der Affe Georg aus Pyrmont verschwindet leicht am Horizont“ und nimmt Bezug auf die Kindheit Immendorfs. Seine Ferien verbrachte er oft bei seinem Großvater Georg in Bad Pyrmont. „Und der Affe ist das klassische Sinnbild eines Künstlers“, so Alfter.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare