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Bürgerenergiewende-Verein stellt Klimavertrag von Paris ins Zentrum seines Forums

Verpflichtung, Aufgaben und Chancen

Landkreis. Der Verein Bürgerenergiewende Schaumburg (BEnW) veranstaltet am Dienstag, 8. März, sein nunmehr drittes öffentliches Forum. Die um 18 Uhr in der Bad Nenndorfer Wandelhalle (Kurhausstraße) beginnende Zusammenkunft wird Grußworte, drei Vorträge und eine Podiumsdiskussion erleben. Als Motto haben die Organisatoren „Nach dem Klimavertrag von Paris - Verpflichtung, Aufgaben und Chancen für Schaumburg“ gewählt.

veröffentlicht am 03.03.2016 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:22 Uhr

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Wie Manfred Görg (Vorstand BEnW), Hans-Jörg Kohlenberg (Schatzmeister BEnW) und Burghard Massante (Vorsitzender Bürgerenergie-Genossenschaft Schaumburg) in den Räumen des Solarenergieexperten Dieter Ahrens erläuterten, steht das Forum unter der Schirmherrschaft von Jörg Farr. Der Landrat wird zum Thema „Rückschau und Ausblick in Schaumburg“ vortragen. Als weitere Referenten wurden Massante sowie Professor em. Peter Hennicke und Kaspar Knorr gewonnen.

Massantes Ausführungen werden die jüngst gegründete Genossenschaft in den Fokus stellen. „Die Energiewende erfordert einen Prozess aus allen Gesellschaftsgruppen“, erklärte der Vorsitzende während der Forumsankündigung. „Energiewende bedeutet Veränderung auf allen ökologischen und sozialen Ebenen. Insbesondere die vier großen Energiekonzerne sind davon betroffen, für sie verändert sich der Markt.“ Zudem soll anhand einer Bilanz der aktuelle Stand der Energiewende aufgezeigt werden - sowohl das bislang Erreichte als auch der weite, noch zu bewältigende Weg.

Hennickes Thema lautet „Wissenschaftliche Visionen in die Praxis umsetzen“. Der Träger des Deutschen Umweltpreises und ehemalige Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen gilt seit rund drei Jahrzehnten als einer der bedeutendsten Vorderdenker der Energiewende. Hennicke war Mitte der 1980er Jahre maßgeblich an der Erstellung der zweiten Energiewendestudie des Öko-Instituts Freiburg, „Die Energiewende ist möglich - für eine neue Energiepolitik der Kommunen“, beteiligt. Von 1987 bis 1994 war er Mitglied der Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ und „Schutz der Erdatmosphäre“.

Knorr kommt vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Kassel). Er war Leiter des Projekts „Kombikraftwerk 2“, mit dem die Machbarkeit einer einhundertprozentigen Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien in ganz Deutschland simuliert wurde. Das Szenario wurde mit realen Wetterdaten durchgespielt, um für jede Stunde des Jahres einen exakten Zustand des Versorgungssystems untersuchen zu können. Die wichtigsten Energieträger des Vorhabens sind Wind und Sonne, die mit 53 respektive 20 Prozent gemeinsam knapp drei Viertel der gesamten Energieerzeugung beisteuern.

Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um Anmeldungen. Kontaktmöglichkeiten bieten die E-Mail info@buergerenergiewende-schaumburg.de sowie die Nummern (0 57 22) 9 54 78 15 und (01 72) 5 13 49 42.

Vor Beginn des Forums wird in der Wandelhalle um 17 Uhr eine Fotoausstellung eröffnet, die sich der Thematik unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Energie bewegen“ nähert. Die Ausstellung ist Teil eines Projekts der Westfalen Weser Energie-Gruppe, in dem diese eigenen Angaben gemäß den Kommunen ein Konzept anbietet, das den Transport von Energie erlebbar macht und eine komplexe technische Angelegenheit auf die Erlebnisebene überträgt sowie lokale Akteure zu den Themen Energiewende und erneuerbare Energien vor Ort miteinander in Kontakt bringt und vernetzt.bus




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