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Engere Zusammenarbeit der Stadtwerke Garbsen, Wunstorf und Neustadt

Versorger streben Tochterfirma an

Garbsen. Die Stadtwerke Garbsen wollen ihre Kooperation mit den Versorgern aus Neustadt und Wunstorf weiter ausdehnen – auch weil der Druck des Wettbewerbs zugenommen hat. Der Stadtwerke-Geschäftsführer Siegbert Hahnefeld hat fast 20 Jahre nach der Gründung am Dienstag eine Standortbestimmung vorgenommen. Vor den Mitgliedern des Wirtschafts- und Finanzausschusses schilderte er, dass die zunehmende Konkurrenz und die vielfältigen Auflagen für den Energieversorger eine große Herausforderung sind: „Die Arbeit wird immer komplizierter.“

veröffentlicht am 06.03.2014 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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Bei den privaten Kunden in Garbsen haben die Stadtwerke sowohl beim Strom als auch beim Gas trotz der Liberalisierung noch Marktanteile von über 90 Prozent. „Bei Gewerbekunden ist es aber ein Hauen und Stechen geworden“, sagte Hahnefeld. So schreiben immer mehr Unternehmen ihren Strombedarf aus, die Margen gehen in den Keller. Deshalb hat der Versorger in diesem Bereich schon in größerem Umfang Kunden verloren.

Trotz der gestiegenen Anforderungen kommen die Stadtwerke heutzutage mit zwei Mitarbeitern weniger als bei der Gründung 1995 aus, als es noch 77 waren. Das liegt auch daran, dass sie schon die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Wunstorf und Neustadt gesucht haben. Zu den gemeinsam erledigten Aufgaben zählen bisher unter anderem die IT, die Netzabrechnung und das Zählerwesen. Künftig könnte das aber noch mehr werden, etwa beim Störungsdienst, bei den Netzleitstellen und beim Einbau intelligenter Zähler, die mehr als den reinen Verbrauch anzeigen können.

Dazu wollen die drei Versorger eine gemeinsame Servicetochter gründen. „Unser Ziel ist dabei, die Arbeitsplätze und das Know-how vor Ort zu halten“, sagte Hahnefeld. Der Stadtwerke-Chef ist kein großer Freund davon, dass die Stadtwerke in großem Stil in die Produktion von Energie einsteigen. „Bei einem weiteren Ausbau der Windkraft wären wir aber dabei“, betonte er.

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Das Ökostromangebot nutzten allerdings bisher nur rund 150 Garbsener. Auf Nachfrage von Peter Schulze (SPD) erklärte Hahnefeld, dass sich die Stadtwerke gegen einen Sozialtarif entschieden haben. „Wer soll dafür denn mehr bezahlen?“, fragte er. Bei rund 1200 Mahnungen jeden Monat komme es jeweils zu rund 40 Sperrungen.




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