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Stadtjugendpflegerin Maren Janik berichtet im Sozialausschuss / FSJ-Stelle würde Entlastung bringen

Verstärkung gewünscht

Rehburg-Loccum. Die städtische Jugendpflege in Rehburg-Loccum arbeitet in viele Richtungen. Was es noch brauche, sei allerdings personelle Unterstützung, sagte Stadtjugendpflegerin Maren Janik im Sozialausschuss der Stadt.

veröffentlicht am 06.03.2014 um 20:24 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:22 Uhr

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Im Juni vergangenen Jahres hat Janik ihre Arbeit als Stadtjugendpflegerin aufgenommen. Zuvor stand ihr Kollege Jens Brunschön allein vor dieser Aufgabe. Dass sie lediglich eine halbe Stelle in Anspruch nehmen wollte, obwohl eine ganze Stelle ausgeschrieben war, nahm der Verwaltungsausschuss hin – Janik, die in Winzlar aufwuchs und bereits als Jugendliche dort ehrenamtlich Jugendarbeit leistete, wollte das Gremium gerne an dieser Stelle haben. Wenige Monate später wurde das Zeitkontingent der Jugendpflege jedoch noch einmal heruntergefahren, da Brunschön sich entschloss, ein Studium zu machen und seine Stundenzahl zu reduzieren. Lange zuvor hatte der Rat beschlossen, die Jugendpflege mit zwei vollen Stellen auszustatten – von denen nun rein rechnerisch kaum mehr als eine Stelle besetzt ist.

Das war für Janik in ihrem Bericht über die Arbeit der Jugendpflege, den sie dem Sozialausschuss vortrug, auch der Ansatzpunkt, um weitere personelle Unterstützung zu bitten. Der Markt sei leergefegt, sagte Bürgermeister Martin Franke. Insbesondere für solche recht unattraktiven Stellen – Teilzeit am Nachmittag und mit einer Befristung des Anstellungsverhältnisses. Die Stadt habe versucht, eine FSJ-Lösung – also einen jungen Menschen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten wolle – zu finden. Das sei bisher nicht gelungen, werde aber weiterhin versucht.

Zeitbedarf in der Stadtjugendpflege falle unter anderem auch an, weil sich die Stadt den Luxus leiste, Dinge zu tun, die eigentlich nicht ihr Aufgabenbereich seien, fügte Franke hinzu. Wie beispielsweise die Betreuung von Ganztagsangeboten in den Grundschulen und der Oberschule. Das solle eigentlich vom Land Niedersachsen gemacht werden, das aber wiederum nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung stelle.

Wie gut und richtig die Betreuung solcher Angebote durch die Jugendpflege sei, betonte Janik. Wenn sie auf den Schulhof komme, könne sie sich darauf verlassen, dass etliche Kinder sofort nachfragten, was denn im Jugendzentrum demnächst gemacht werde. Der Kontakt zu den Zielgruppen lasse sich über diese Schiene gut herstellen.

Über diese Angebote hinaus betreue sie zudem das Schulverweigerer-Projekt an den Grundschulen. Dieses sei eigentlich Sache der Landesschulbehörde, da aber keine Sozialarbeiter zur Verfügung gestellt würden, helfe die Stadt eben weiter. Das Problem der Schulverweigerung – vom tatsächlichen Fernbleiben vom Unterricht bis zur Verweigerung der Mitarbeit im Unterricht – sei auch an den Grundschulen vorhanden, und neben der Betreuung der betroffenen Kinder gebe es auch großen Gesprächsbedarf seitens der Eltern, sagte Janik. Mit der Vielzahl dieser Anfragen stoße sie aber eben an zeitliche Grenzen. In Abstimmung mit den Schulleitungen würden die Gesprächstermine mittlerweile nach Dringlichkeit vergeben. Auch an dieser Stelle könne intensiver gearbeitet werden, wenn eine Stelle im Freiwilligen Sozialen Jahr besetzt würde.




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