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Markige Worte beim CDU-Ortsverband Lauenau über die Eishalle und das liebe Geld

„Versuch strafbar, uns zu verarschen“

Feggendorf/Lauenau. Aus dem Samtgemeinderat hat CDU-Sprecher Udo Meyer bei der Hauptversammlung des Ortsverbands Lauenau mit markigen Worten berichtet: „Der Versuch ist strafbar, uns zu verarschen.“ Damit hob Meyer auf den Umstand ab, dass die Eishalle Lauenau für 2013 vom Etat des Fleckens in den Samtgemeinde-Haushalt geschoben worden war. Er, Meyer, habe beim Samtgemeindebürgermeister mehrfach um detaillierte Haushaltsposten gebeten, die ihm aber nicht ausgehändigt wurden, bis das Zahlenwerk fertig war.

veröffentlicht am 25.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:22 Uhr

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Aus diesem Grund und wegen Ungereimtheiten beim Gewerbepark Lauenau habe die CDU gegen den Haushalt der Samtgemeinde gestimmt. Meyer bemängelte den Umgang der Verwaltung mit den Parteien. „Hier wird man von vorn bis hinten vorgeführt“, so Meyer. Solange sich nichts am Stil ändere, werde die CDU weiter gegen die Haushalte stimmen. Meyer lobte allerdings das Verhältnis im Messenkämper Rat, wo es gemeinsame Fraktionssitzungen gebe.

Ähnlich fiel die Kritik am politischen Umgang im Fleckenrat aus. Ratsfraktionssprecher Karl-Heinz-Strecker sagte, es sei keineswegs alles gut, die Verwaltung beantworte die Anfragen der Gruppe CDU/Grüne nicht. Die Kommunalaufsicht sei bereits eingeschaltet worden. Strecker kritisierte auch, dass der Flecken Geld leihe, um Wohnungen zu bauen. Dies sei nicht Aufgabe einer Kommune.

Der Ortsverband wählte seinen Vorstand wieder. Vorsitzender Thorsten Lück, Stellvertreterin Nicole Bruns und Schriftführer Jens Heinzelmann wurden jeweils für zwei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Schatzmeister Hans-Henning Wehl kandidierte nicht mehr, sein Nachfolger ist Volker Küper.

Der Ortsverein ist im abgelaufenen Jahr von 46 auf 42 Mitglieder geschrumpft. Vorsitzender Lück kündigte angesichts dessen verstärkte Werbung an, vor allem jüngere Menschen sollen zur Mitarbeit bei den Christdemokraten angehalten werden. In den besten Jahren waren es etwa doppelt so viele Mitglieder in der Lauenauer CDU.

Laut Kassenbericht schreibt der Verein trotzdem „tiefschwarze Zahlen“, wie Strecker herausstrich. Dieser fungierte auch als Leiter der Wahlen und dankte dem Vorstand für dessen gute Arbeit. Lück habe den Chefposten „in schwieriger Zeit“ übernommen. Grün waren sich die „Schwarzen“ bei der Versammlung im Feggendorfer Gasthaus „Zur Linde“ ohnehin: Zu Beginn war das 35. Lauenauer Grünkohlessen aufgetischt worden.

Mit Versen von Wilhelm Busch verabschiedete Bruns den langjährigen Schatzmeister Wehl, der in den vergangenen Jahren mit köstlich gereimten Kassenberichten unterhalten hatte.




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