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Ausbau zwischen Nammen und B 83

Verzicht auf halben Kilometer Radweg

Bückeburg / Porta (mt). Nach jahrelangem Stillstand kommt in das Straßenbauprojekt Im Gallen/Hasengarten wieder Bewegung. Die Portaner Politiker haben beschlossen, den Ausbau voranzutreiben. In den vergangenen Jahren hatte die zwei Kilometer lange Straße in Richtung Bundesstraße 83 den Portaner Verantwortlichen viel Kopfzerbrechen bereitet. Langwierige Grundstücksverhandlungen und finanzielle Probleme der Stadt sorgten für erhebliche Verzögerungen.

veröffentlicht am 12.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Eine wesentlicheÄnderung gegenüber ehemaligen Plänen ist nun der Verzicht auf einen durchgehenden Radweg. Dafür sollen die Radfahrer ungefähr einen halben Kilometer nördlich über Wirtschaftswege in Richtung Nammen und Kleinenbremen geführt werden. "Da fahren die Radler ohnehin bereits entlang", sagte Technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Wichtig: Trotz des Verzichts auf einen Teil des Radweges gibt es für den Straßenausbau Fördergelder. Das hat ein Gespräch mit der Bezirksregierung Detmold ergeben. Die Verbindung zwischen Rintelner Straße und B 83 führt über den "Gallen" auf Portaner Gebiet sowie den "Hasengarten" auf Bückeburger Seite. Seit ungefähr zehn Jahren ist der Lkw-taugliche Ausbau dieser Straße im Gespräch. Ziel der Abkürzung durchs Wülpker Feld ist, den benachbarten Dörfern einen Teil des Schwerlastverkehrs zu ersparen. Im Übrigen hofft die Stadt Porta Westfalica, ihre Gewerbeflächen in Nammen mit einer guten Anbindung an die B 83 besser vermarkten zu können. Weil Porta ein großes Interesse an dem Straßenausbau hat, übernimmt die Stadt die Kosten, die auf niedersächsischer Seite in Bückeburg anfallen. In einem ersten Bauabschnitt wird im Frühjahr 2007 unter Federführung des Straßenbauamtes Hameln die Verbindungsrampe vom Hasengarten zur B 83 gebaut. Die Kosten belaufen sich auf 570 000 Euro. Der Anteil Bückeburgs, den Porta übernimmt, beträgt 120 000 Euro. 2008 soll dann der Ausbau des Hasengartens bis zur Landesgrenze folgen: Kostenpunkt: 450 000 Euro. Porta trägt den Bückeburger Teil in Höhe von 210 000 Euro. Der Ausbau des letzten Teilstücks von der Landesgrenze bis zur Rintelner Straße soll in 2009 beginnen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 840 000 Euro (inklusive Grunderwerb undökologischer Ausgleichsmaßnahmen) übernimmt Porta knapp 300 000 Euro. Hätte die Stadt den so genannten Vollausbau diese Teilstücks, also mit Rad- und Gehweg, angestrebt, hätten die Gesamtsumme bei über 1,3 Millionen Euro und der Eigenanteil der Stadt bei über einer halben Million Euro gelegen. Ein Grund für den deutlichen Unterschied: Ein Rad- und Gehweg benötigt in der Breite zweieinhalb Meter.




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