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Bezirksligist gewinnt den Renault-Matz-Pokal / Vorrunden-Aus für VfL Bückeburg

VfR Evesen düpiert die Konkurrenz

veröffentlicht am 07.01.2018 um 19:17 Uhr

Der VfR Evesen gewann das Hallenturnier des SV Obernkirchen mit weißer Weste. Fotos. uk (3)

Autor:

Jörg Bressem

OBERNKIRCHEN. Drei Wochen vor dem großen Masters-Finale hat der Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen einen Vorgeschmack auf die Stimmung im Endrundenturnier gegeben. Auch gestern war in der Inszenierung alles enthalten: Bejubelte Tore, prickelnde Emotionen und Tumulte, allerdings gemäßigter Natur. Nur die spielerischen Elemente, die kamen teilweise zu kurz. Der souveräne Turniersieger VfR Evesen bildete mit seiner Fußballästhetik eine rühmliche Ausnahme. Auch der Turnierzweite FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen war phasenweise schöpferisch unterwegs. Als überraschender Dritter ging der TSV Steinbergen mit dem besseren Torverhältnis gegenüber den Gastgebern vom SV Obernkirchen ins Ziel.

Filigrantechniker Burak Buruk war mit acht Turniertreffern nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ der erfolgreichste Torschütze. Frederik Meier vom SV Engern wurde schon zum zweiten Mal zum besten Torwart eines Masters-Turniers gewählt. Die Halle in Obernkirchen ist seine bevorzugte Bühne.

Der VfR Evesen spielte eine verlustpunktfreie Vorrunde und qualifizierte sich derart souverän, dass er als hoher Favorit in die Endrunde einzog. Zwar traf er gestern auf mehr Widerstand, blieb aber konsequent dabei, sich seine Tore wie ein Feinschmecker sauber zu filetieren. Am Ende wurde Evesen ohne jeden Punktverlust Turniersieger. Hinter Buruk war Caglayan Tunc mit sechs Treffern der zweitbeste Torschütze des Bezirksligisten.

Burak Buruk (links) vom VfR Evesen war mit acht Treffern bester Torschütze, Frederik Meier vom SV Engern wurde zum besten Keeper gewählt.
  • Burak Buruk (links) vom VfR Evesen war mit acht Treffern bester Torschütze, Frederik Meier vom SV Engern wurde zum besten Keeper gewählt.
Evesens Keeper Jannik Willers (rechts) und Oliver Watermann vom SV Engern ringen um den Ball.
  • Evesens Keeper Jannik Willers (rechts) und Oliver Watermann vom SV Engern ringen um den Ball.
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Auch der Kreisligazweite FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen wurde den Erwartungen gerecht. Gestern war Alexander Wellschmidt mit sechs Toren der beste Torschütze und herausragende Spieler. Selbst bei der Niederlage gegen den VfR Evesen leistete Michael Treichels Mannschaft lange Zeit erfolgreich Widerstand. Die einzig wirkliche Schwäche war die Niederlage gegen Steinbergen.

Dem TSV Steinbergen gelang mit dem 1:0-Sieg gegen den VfL Bückeburg am Sonnabend ein überraschender Qualifikationsauftakt. Weil der Kreisligist am Ende aber nur als bester Tabellendritter in die Endrunde einzog, startete er als Außenseiter in den Sonntag. Nach zwei Spielen ohne eigenen Treffer kam er beim 2:0-Triumph gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen aber plötzlich auf Betriebstemperatur, vor allem dank des beweglichen Krystian Wachta, der drei der vier Tore schoss.

Der SV Obernkirchen hatte sich am Sonnabend sehr überzeugend für die Endrunde qualifiziert. Gestern aber enttäuschte die Mannschaft von Trainer Martin Prange, nicht kämpferisch, aber spielerisch. Mit dem 3:2-Sieg gegen Steinbergen durch das Tor von Phillip Gräber vier Sekunden vor Schluss setzten die Hausherren aber zumindest einen bejubelten Schlusspunkt unter den Turnierverlauf.

Der SV Engern ging als Gruppenzweiter aus der Vorrunde hervor. Wichtigster Erfolg des Kreisliganeunten war der knappe, aber verdiente 1:0-Sieg gegen die SG Liekwegen-Sülbeck. Gestern war die Mannschaft von Wilhelm Sieker hinten zwar gut organisiert, vorne aber zu ideen- und torlos. Als gegen den VfR Evesen durch Mario Cimino eine Sekunde nach der Schlusssirene der vermeintliche 1:1-Ausgleich fiel, hatte Schiedsrichter Tim Wieggrebe vom TSV Algesdorf alle Hände voll zu tun, eine Rudelbildung beträchtlichen Ausmaßes zu entflechten. Insgesamt leitete er die Spiele aber ebenso sicher wie sein Kollege Elvir Hajdaraj vom TuS Jahn Lindhorst.

Die Qualifikationsrunden am Sonnabend verliefen ohne ganz große Überraschungen, wenn man vom Ausscheiden des VfL Bückeburg absieht. Es war zu spüren, dass der Landesligist mit der Qualifikation für die Masters-Endrunde sein übergeordnetes Ziel bereits erreicht hatte. Dass ihm in der Gruppe B aber mit dem 5:0 gegen den überforderten Kreisklassenspitzenreiter TuS Germania Apelern nur ein einziger Sieg gelang, war genauso wie die 1:4-Pleite gegen den Rivalen VfR Evesen am Rande der Peinlichkeit. In der Gruppe A blieben der FC Hevesen und der TSV Ahnsen erwartungsgemäß auf der Strecke. Die SG Liekwegen-Sülbeck schied als schlechterer Tabellendritter ein wenig unglücklich aus.

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