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„Best of Lange Nacht der Kultur“ im Hubschraubermuseum

Vibrandoneon prägt den Sound

Bückeburg. Um die Zeit bis zur nächsten Ausgabe der alljährlich im September gefeierten „Langen Nacht der Kultur“ nicht zu lang werden zu lassen, hat der Ausschuss für Kultur und Tourismus der Stadt Bückeburg wieder zu einem mit „Best of Lange Nacht der Kultur“ überschriebenen Konzertnachmittag eingeladen. Ort des Geschehens war der Neubautrakt des Hubschraubermuseums, in dessen Erdgeschoss drei der besten Bands der 2014er Kulturnacht vor vollem Haus aufspielten.

veröffentlicht am 27.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:22 Uhr

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Den Anfang machte dabei die vom Ausschussvorsitzenden Albert Brüggemann gut gelaunt als „beste Schülerband der nördlichen Halbkugel“ anmoderierte Big Band des Gymnasiums Adolfinum. Mit solchen Vorschusslorbeeren beschenkt, legte sich die von Musiklehrer Olaf Mengeling dirigierte Formation dann auch ordentlich ins Zeug, während sie einen bunten Querschnitt ihres Repertoires präsentierte. Die Bandbreite reichte von einem „C-Jam-Blues“ über eine rockige Nummer bis hin zu einem „Soul Bossa Nova“.

Mit gerade mal zwei Akustikgitarren als Instrumentierung begnügten sich dagegen Patrick Lueck und Michael Kluwe, die als Duo zudem bekannte Rock-, Pop- und Countrysongs im Gepäck hatten. Statt diese jedoch so zu covern, dass die einzelnen Stücke – so weit dies bei „unplugged“ dargebotenen Versionen möglich ist – quasi wie das Original klangen, interpretierten die beiden Musiker diese Songs auf eigene Weise und verliehen ihnen damit eine sehr persönliche Note. Und zwar sowohl was ihr beeindruckendes Gitarrenspiel betraf als auch hinsichtlich der Gesangparts, für die Lueck zuständig war.

Überboten wurden die vom Publikum mit reichlich Applaus belohnten musikalischen Leistungen der Big Band und des Duos Lueck/Kluwe an diesem Nachmittag indes noch von dem Trio „Suono di Sole“ alias Felix Grimpe (Vibrandoneon), Matthias Greenslade (Konzertgitarre) und Christopher Bolte (Kontrabass). Dies lag zum einen an der Leichtigkeit, mit der die drei ihren als „Weltmusik“ beschriebenen und aus Gypsy-Jazz-Nummern, italienischer Folkmusik und beispielsweise einem argentinischen Tango bestehenden Mix darboten; dann freilich auch an ihrer enormen Virtuosität und dem Gefühl, mit der sie all diese Stücke zum Besten gaben. Und nicht zuletzt war es der akkordeonartige Klang des – von der Bauart her an eine „Melodica“ erinnernden – Vibrandoneons, einem Blasinstrument mit Tasten, welches den besonderen Sound des Trios prägte. Da überraschte es nicht, dass „Suono di Sole“ (übersetzt: „Klang der Sonne“) zum Abschluss ihres rund 30-minütigen Auftritts erst noch eine vom Publikum eingeforderte Zugabe spielen mussten, bevor sie ihre Instrumente wieder einpacken durften.




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