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Rintelner Sommeruni endet mit Ausgabe der Teilnahmezertifikate und einiger Fundstücke

„Viel Spaß gemacht und dabei noch viel gelernt“

Rinteln (dil). „Ich hätte hier noch ein Jäckchen. Aber jemand von Ihnen vermisst seinen Personalausweis und einen iPod“, hat Schaumburgs VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz gestern die mehr als 300 Teilnehmer der Rintelner Sommeruni 2010 im Brückentorsaal gefragt und stellte beim Rundblick von der Bühne fest: „Die Woche scheint Ihnen gut bekommen zu sein.“

veröffentlicht am 23.07.2010 um 18:16 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 20:41 Uhr

So viele junge Leute sieht man selten im Brückentorsaal: Rund 30

Im Vergleich zu Zeiten der einstigen Rintelner Universität jedenfalls haben sich die künftigen Studenten gut aufgehoben gefühlt und für eine Verjüngung im Straßenbild gesorgt. Waren es vor 1809 (Schließung der Uni) nur 100 bis 150 Studenten pro Semester, so sind es jetzt mehr als doppelt so viele gewesen – für eine Woche. „Und dass auch Frauen dabei sind, das ist die Neuzeit“, betonte Rosenwald-Metz. Gab es früher nur ein Dutzend Professoren, so sind es 2010 70 Dozenten gewesen. Statt Reit-, Tanz- und Fechtunterricht vergnügt man sich heute beim Paddeln auf der Weser, Sport und Kino.

„Rintelns Einwohner waren einst nicht begeistert von der Einführung der Uni und den Privilegien für die oft hochnäsigen Studenten aus adeligem Hause, die meist nicht einmal ihre Gasthausrechnungen bezahlten und junge Bürgertöchter verführten“, sagte Rosenwald-Metz. Aber sie sah auch Parallelen zu heute: Studenten zahlen immer noch keine Steuern in Rinteln und trinken nachts gern mal ein Glas über den Durst. In den „Karzer“ (Knast) muss deswegen heute aber niemand mehr.

Beifall bekam die Studenten-Redaktion, die in unserer Zeitung täglich Berichte über das Studentenleben veröffentlichte. Applaus auch für das Küchenteam vom Restaurant „Zum Dicken Heinrich“ in Lüdersfeld, dessen Essen allen geschmeckt hat. Ebenso wurde für die drei Mädchen aus der polnischen Partnerstadt Slawno und drei Jungen aus der englischen Partnerstadt Kendal geklatscht, die zur Sommeruni gekommen waren. „Uns hat es viel Spaß gemacht, und wir haben dabei noch viel gelernt“, dankte Markus Bagusche vom Redaktionsteam den Veranstaltern sowie für die gute Betreuung der Berichterstatter durch Christiane Riewerts (stellv. Chefredakteurin) und Marie Denecke (Volontärin) von unserer Zeitung. Im Hintergrund waren während der Verabschiedung ständig Bilder aus dem Alltag der Studentenredaktion an die Wand projiziert zu sehen.

Diese Teilnehmer wollen an ihren Gymnasien als Botschafter für d
  • Diese Teilnehmer wollen an ihren Gymnasien als Botschafter für die Sommeruni 2011 in Rinteln werben, damit auch diese ein großer Erfolg wird. Fotos: tol
Dr. Martin Beyersdorf von der Leibniz-Universität Hannover überg
  • Dr. Martin Beyersdorf von der Leibniz-Universität Hannover übergibt den Jugendlichen die Teilnehmerzertifikate.
VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz (links) dankt der Sommeruni
  • VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz (links) dankt der Sommeruni-Projektleiterin Dunja Cordes für ihren hervorragenden Einsatz.
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Diese Teilnehmer wollen an ihren Gymnasien als Botschafter für d
Dr. Martin Beyersdorf von der Leibniz-Universität Hannover überg
VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz (links) dankt der Sommeruni
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Rosenwald-Metz erklärte, dass Fleiß und Ehrgeiz heute besonders junge Frauen auszeichnen, junge Männer dagegen wettbewerbsorientierter leben wollen. „Beides wird im Leben belohnt. Sie machen also alle Ihren Weg.“ Interessante Praktikumsplätze könne man zum Beispiel bei der Weserbergland AG finden, empfahl Rosenwald-Metz.

Dank ging auch an Sommeruni-Projektleiterin Dunja Cordes von der VHS, die von „Herbergsmutter bis Zirkusdirektorin“ viele Jobs für die jungen Gäste zu übernehmen hatte. Ebenso lobte Rosenwald-Metz die vielen Kooperationspartner, darunter Dr. Martin Beyersdorf von der Leibniz-Universität Hannover, der bei der Ausgabe der Teilnehmerzertifikate half.

„Empfehlen Sie uns weiter, und danke, dass Sie Ihre Freizeit für uns geopfert haben. Uns hat es Spaß gemacht, und wir hoffen, Sie waren mit uns zufrieden.“ Der kräftige Beifall war eine deutliche Antwort. Und 24 der Studenten haben sich bereit erklärt, als Botschafter an ihren Gymnasien für die Sommeruni 2011 zu werben.

Bildergalerie: Weitere Fotos der Sommeruni gibt es auf unserer Internetseite unter „Lokales“ und „Bildergalerien“.




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