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Opfer erheblich verletzt / Polizei nimmt mutmaßliches Räuber-Quartett fest

Vier Gewalttaten in drei Stunden

Hameln (ube). Innerhalb von nur drei Stunden hat ein Räuber-Quartett in Hameln vier schwere Gewalttaten verübt - auf offener Straße und in einer Wohnung. Die Opfer - vier Männer - wurden übel zugerichtet; sie trugen erhebliche Verletzungen davon. Nach einem brutalen Überfall an der Deisterstraße nahmen Fahnder der Polizeiinspektion die Bande fest. Bei den Verdächtigen handelt es sich um vier Freunde (17, 18, 18, 19 Jahre alt) aus Hameln und Hessisch Oldendorf. Die Clique hatte es auf Geld und Wertsachen abgesehen.

veröffentlicht am 19.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Gestern wurde der mutmaßliche Anführer (18) einem Amtsrichter vorgeführt - der erließ am Nachmittag Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Im Gegensatz zu seinen Komplizen ist dieser 18-Jährige bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte war in der Vergangenheit gegen ihn ermittelt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen drangen die vermeintlichen Serientäter gegen 2.30 Uhr an der Gertrudenstraße in die Wohnung eines 19-jährigen Mannes ein. "Sie drückten den Hamelner zunächst auf sein Bett und schlugen dann auf den Bewegungsunfähigen ein", sagte Kommissar Jörn Schedlitzki. Gleichzeitig habe die Bande das Opfer aufgefordert, Geld herauszugeben. Als die Freundin des Überfallenen eingriff, nahmen die Täter Reißaus. Der 19-Jährige erlitt Schwellungen im Gesicht, an einem Arm und an einem Bein. Auf dem Parkplatz der "Sumpfblume" sollen die Tatverdächtigen gegen 4.30 Uhr einen 23-Jährigen angegriffen haben. "Die Gruppe schlug auf ihn ein und entwendete ihm Rucksack und Handy", berichtete Schedlitzki. Das Opfer wurde durch Schläge in das Gesicht verletzt. Nur 20 Minuten später sollen die Verdächtigen an der Anlegestelle der Weserschifffahrt einen 17-Jährigen attackiert haben. Die Bande nahm dem Jugendlichen zwei Handys und ein Portemonnaie ab. Der Jugendliche erlitt Verletzungen im Schulter-, Hals- und Schädelbereich. Gegen 5.20 Uhr schließlich soll die Gruppe einen 26-Jährigen in Höhe der Tankstelle an der Deisterstraße angegriffen haben - wohl in der Absicht, ihn auszurauben. "Der Verletzte lief in Richtung Polizei. Er wurde von den Tätern eingeholt, ein zweites Mal angegriffen, geschlagen und getreten", sagte Schedlitzki.




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