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Nabu-Aktion: Auf der Bergdorfer „Streuobstweise“ müssen zehn Schafe das ganze Jahr Appetit haben

Vierbeiner verstärken ehrenamtliche Mähtruppe

Bückeburg (möh). Die Ortsgruppe Bückeburg des Naturschutzbundes, kurz Nabu, ist derzeit mit sich selbst zufrieden. Im Frühjahr starteten sie in Bergdorf ihre Aktion „Streuobstwiese“ und pflanzten auf einem Grundstück mit einer Größe von 8900 Quadratmetern 36 Bäume verschiedenster heimischer Obstsorten. Von all diesen Bäumen sind 35 angewachsen, ein Apfelbaum trägt sogar schon Früchte, wie der Nabu-Ortsgruppen-Vorsitzende Alfred Matthaei stolz ergänzte. Die Aktiven hatten jetzt auf dem Grundstück viel Arbeit zu erledigen, denn es galt, Gras und Unkraut, das vom Frühjahr bis jetzt auf fast einen Meter angewachsen war, mit Motorsensen zu „erledigen“.

veröffentlicht am 10.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

Diese Schneideaktionen, bei dem derzeitigen schwülen Sommerwetter nicht gerade eine erholsame Arbeit, wollen die Aktiven in Zukunft nicht mehr allein erledigen. Die Nabu-Ortsgruppe Bückeburg setzt ab sofort auch auf natürliche Rasenmäher. Die ersten sechs Schafe haben ihre Tätigkeit schon aufgenommen. Hierbei handelt es sich um drei Alttiere und drei Lämmer, die erst im Januar geboren worden sind. Die Hobbyschäfer Thomas Parker und Manfred Heitmann wollen die Zahl der Schafe bis auf zehn erhöhen. Manfred Heitmann: „Bei dieser Größe des Grundstückes haben die Tiere das ganze Jahr über zu tun, um Gras, Diestel und Brennnessel zu verzehren.“ Die Schafe weiden auf einem 50 Meter langen und 25 Meter breiten Areal. Ist es „gesäubert“, wird eine neue Fläche eingezäunt.

Der Nabu hat mit diesen Neuanpflanzungen (Äpfel, Pflaumen, Mirabellen, Kirschen und Walnuss) auf der Bergdorfer Wiese den Grundstein für ein langfristiges und wichtiges Projekt für ihre aktiven Mitglieder gelegt, denn die Bäume erfordern trotz aller Natur eine besondere Betreuung. In den ersten zehn Jahren ist der Baumschnitt für den Ertrag von großer Bedeutung. Bei den Hochstammobstbäumen handelt es sich übrigens um drei- bis vierjährige etablierte und widerstandsfähige Bäume, die sich bereits bestens in der heimischen Umgebung bewährt haben.

Den jetzt sichtbaren Erfolg der Pflanzaktion führt die Ortsgruppe Bückeburg auch auf den Schutz gegen möglichen Wildverbiss und Wühlmäuse zurück. Mit ihrer „Streuobstwiese“ wollen die Naturschützer aber nicht nur Obst ernten, sondern sie soll auch ein wahres Paradies für bedrohte Arten von Pflanzen und Tieren werden.

Übrigens: Das große Grundstück hat der Nabu Bückeburg langfristig gepachtet.




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