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75 Prozent der Produkte für den Export

Vision Lasertechnik nutzt weitere Halle im Gewerbegebiet

Barsinghausen. Der Lasertechnikhersteller Vision GmbH aus Göxe ist auf Wachstumskurs: Das Unternehmen ist zusätzlich in eine Industriehalle an der Göbelstraße im Gewerbegebiet Reihekamp eingezogen. Dort soll der sogenannte Dienstleistungsbereich ausgeweitet werden: das Laserschweißen von Werkstücken im Kundenauftrag.

veröffentlicht am 17.08.2012 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 18:06 Uhr

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Die Firma Vision ist vielen noch immer unbekannt, obwohl am Göxer Ortsrand Spitzentechnologie entwickelt und hergestellt wird, die in der ganzen Welt gefragt ist. Firmengründer und Geschäftsführer Dirk Haußmann und seine 35 Mitarbeiter bauen unterschiedliche Lasergeräte: vom 10 000 Euro teuren medizintechnischen Gerät für Behandlungen in Zahnarztpraxen bis zum Laser für die Bearbeitung von tonnenschweren Metallwerkstücken in Industriebetrieben für mehr als 120 000 Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf der Laserschweißtechnik.

„Auch praktisch jede deutsche Hochschule ist Kunde bei uns“, erläuterten Haußmann und sein Betriebsleiter Philipp Becker gestern bei einer Betriebsbesichtigung von Mitgliedern der Barsinghäuser CDU. Die Firma Vision nutzt ein Grundstück, auf dem zur Zeit des Kalten Krieges eine geheime Vermittlungsstelle der Telekom untergebracht war. Überbleibsel aus dieser Zeit ist ein unterirdischer Atombunker mit rund 1000 Quadratmeter Fläche, der von dem Unternehmen weiterhin genutzt werden kann.

Darüber hat Haußmann das moderne Betriebsgebäude seiner Firma errichtet. „Wir arbeiten sehr leise und unscheinbar“, sagte der Unternehmer. 75 Prozent der Laser aus Göxe gehen in den Export, erfuhren die Gäste. Besonders stark ist die Firma Vision auf den asiatischen Märkten wie etwa in Japan und Korea vertreten. In China hat Haußmann ein eigenes Vertriebsbüro eröffnet. Angst vor den viel billigeren chinesischen Laser-Erzeugnissen hat das Barsinghäuser Unternehmen nicht: Bisher seien fast alle Kunden zu Vision zurückgekommen, nachdem sie chinesische Geräte ausprobiert hätten, sagte Haußmann. „Die Chinesen werden dramatisch besser, aber wir müssen uns dann eben mit Innovationen behelfen.“

Die Lasergeräte werden nahezu vollständig aus selbst entwickelten Teilen gebaut. „Wir machen sogar das Layout unserer Platinen selbst“, sagte Haußmann. Der Unternehmer selbst ist auch als Entwickler die zentrale Figur in seiner Firma. Alle Produktideen laufen bei ihm zusammen. „Nur mit Software hab’ ich nichts am Hut. Ich mag keine Computer“, sagte der Technologieexperte, der sein Elektrotechnikstudium in den achtziger Jahren abgebrochen hatte, um sich mit seinem Unternehmen selbstständig zu machen. In der neuen Halle an der Göbelstraße können Kunden ihre Werkstücke einliefern, um sie als Einzelstück, Kleinserie oder auch in größeren Stückzahlen nach eigenen Vorgaben mit der besonders exakten und materialschonenden Lasertechnik bearbeiten zu lassen.




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