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Erster Spatenstich für Erweiterungsbau des Hubschraubermuseums / Einweihung im Frühjahr 2010

„Voliere der Hubschrauber“ wird gebaut

Bückeburg (rc). Einer der bedeutendsten Neubauten in der Stadt Bückeburg der vergangenen Jahre hat gestern Nachmittag mit dem ersten Spatenstich begonnen: Die Erweiterung des Hubschraubermuseums am Sabléplatz. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste stachen die Vertreter der Sponsoren, Spender, Stiftungen und Kommunen – an ihrer Spitze Ralf Barnscheidt, Präsident des Hubschrauberzentrums und des größten Einzelsponsors Eurocopter – die Spaten in das Erdreich. Und freuten sich, dass es nun endlich los geht.

veröffentlicht am 26.02.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 07:41 Uhr

„Es ist ein schöner Tag für Bückeburg, für Bückeburg als Stadt der Hubschrauber, auf den wir lange gewartet haben“, fasste Bürgermeister Reiner Brombach in seinen Grußworten vor gut 100 geladenen Ehrengästen im Museum die Bedeutung dieses Projektes für die Stadt und die gut zehnjährige Planungs- und Finanziersphase zusammen. Oder wie Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier erweiterte: „Für den Landkreis und die Region mit Ausstrahlung auf ganz Deutschland.“ Das neue Museum und sein Konzept werde sich sehr stark an der Jugend orientieren und ihr Technik zum Erleben und Begreifen zeigen, so Ralf Barnscheidt. Ein Ball, den der General der Heeresflieger aufgriff, als er an das gemeinsame Ausbildungskonzept von Bundeswehr und Landkreis erinnerte: „Das hier ist ein ganz wichtiger Platz, die Jugend unsere Scheckkarte.“

„Das Gebäude und das Museum sollen Spaß machen“, sagte Peter Bellert von „id3d-berlin themengestaltung“, dem Masterplaner. „Es wird ein Leuchtturm sein für Bückeburg und seinen Inhalt stolz nach außen zeigen.“ Mit der Glas-Stahl-Konstruktion werde die Vision einer Voliere umgesetzt, in der die in ihr schwebenden Hubschrauber noch einmal ihre ganz Kraft und Eleganz zeigen könnten.

Dankesworte gab es reichlich: vor allem für den Vorsitzenden des Hubschrauberzentrums, Wolfgang Raschke, der in den vergangenen Jahren trotz aller Widrigkeiten das Projekt zur Reife getrieben hatte. „Wenn wir ehrlich sind, haben wir doch alle geglaubt, dass sich die Planung totläuft“, sprach der Landrat aus, was viele gedacht hatten.

Zehn Jahre geplant

und gerungen

Mehr als ein Jahrzehnt war um den Bau und vor allem seine Finanzierung gerungen worden, mehrere Entwürfe vorgestellt und wieder verworfen worden. 2005 wurde seitens der Stadt ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den der renommierte Architekt Prof. Joachim Schürmann gewann. Allerdings stellte sich in den Folgejahren heraus, dass sein Entwurf einer Doppelhelix, zweier ineinandergedrehter Baukörper, den vorgegebenen Kostenrahmen gesprengt hätte. Als sich die reinen Baukosten – ohne Umgestaltung der Ausstellung – trotz mehrerer Verhandlungen auf 3,4 Millionen Euro beliefen, zog das Hubschrauberzentrum die Reißleine. Der Schürmann-Entwurf fiel hintenüber.

Aufs Schild wurde der deutlich günstigere Entwurf der „id3d-berlin themengestaltung“ gehievt, die im Vorfeld des Architektenwettbewerbs den Masterplan für die künftige Gestaltung des Hubschraubermuseums entwickelt hatte. „id3-dBerlin“ übernahm die Redaktion sowie die Betreuung der Antragstellungen bei diversen Stiftungen und übernimmt nun gemeinsam mit den Architekten Eckert und Stadelmaier die Generalplanung für den Museumsneubau. Dieser Plan – die „Voliere der Hubschrauber“ – wird nun umgesetzt: ein weiterer Höhepunkt im historischen Stadtzentrum gleich neben dem Schloss.

Der Neubau soll gemeinsam mit der inhaltlich-didaktischen und dramaturgisch-gestalterischen Überarbeitung der Dauerausstellung den internationalen Bekanntheitsgrad des einzigen deutschen Hubschraubermuseums steigern und die Besucherattraktivität erhöhen. Dabei steht die unterhaltende und vor allem selbsterklärende Wissensvermittlung und interaktive Heranführung der Besucher an diese faszinierende technische Entwicklung im Mittelpunkt.

Letztendlich gelang die Finanzierung des 2,65 Millionen-Projektes nur, weil die EU 1,3 Millionen Euro aus einem ihrer Finanzierungstöpfe freigab. Das restliche Geld brachten Spender und Sponsoren aus der Industrie, diverse Stiftungen sowie Stadt und Landkreis auf.

Übrigens: Im Frühjahr 2010 soll die Einweihung gefeiert werden.




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