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Jens Brackmann Vizechef der Ortsfeuerwehr Rusbend / Kuhlmann wirbt für „kleine“ Leitstellenlösung

Volker Janze ist neuer Ortsbrandmeister

Rusbend (mig). Der neue Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Rusbend heißt Volker Janze. Janze tritt die Nachfolge von Marko Bruckmann an, der vor einigen Monaten zum Stadtbrandmeister ernannt worden war. Für den Posten des stellvertretenden Ortsbrandmeisters bestimmte die Jahresversammlung Jens Brackmann.

veröffentlicht am 14.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 05:21 Uhr

Zwölf Jahre war Marko Bruckmann Ortsbrandmeister, nun verlas er zum letzten Mal den Geschäftsbericht. Insgesamt hatte die Rusbender Feuerwehr im vergangenen Jahr 21 Einsätze zu verzeichnen, größter Brocken war der Hochwassereinsatz im letzten August. „Zeitgleich waren bei uns 85 Einsatzkräfte mit circa 15 Fahrzeugen im Einsatz“, erinnerte sich Bruckmann. Daneben gab es zahlreiche andere Einsätze, unter anderem mussten die Blauröcke zu zwei Flächenbränden, einem Brand, einem brennenden Müllhaufen, einem Verkehrsunfall, sowie einer Tierrettung ausrücken. Bei den Mitgliedern und Aktiven bedankte sich Bruckmann dann für die Unterstützung in den letzten zwölf Jahren. „Ihr seid mir nicht immer gerne gefolgt, es hat viele Unstimmigkeiten gegeben, aber wir wollten immer das eine, und so schlecht sieht die Feuerwehr Rusbend heute nicht aus“.

Ebenfalls seinen Dank sprach Ortsbürgermeister Andreas Struckmann in einem Grußwort aus. Die Feuerwehr habe sich bei den Hochwasser-Einsätzen mit unermüdlichem Engagement bewährt und auch das Jubiläum der Jugendfeuerwehr im Mai sei „eine gelungene Veranstaltung“ gewesen. Zudem hätten die Rusbender unter Mitwirkung der Feuerwehr eine eigene Boulebahn gebaut, einen Zaun gesetzt und Pflasterungsarbeiten vorgenommen. Bürgermeister Reiner Brombach äußerte sich ebenfalls und versprach, dass der Rat für alle Wehren die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung stellen würde. Auch auf die im vergangenen Jahr geäußerte Kritik ging Brombach kurz ein: „Nach seinen wohlformulierten Worten im letzten Jahr hat Marko Bruckmann als Stadtbrandmeister eine neue Aufgabe übernommen.“ Man sei offen für Kritik gewesen, habe eine neue Entschädigungssatzung erlassen, ein „gutes Verhältnis“ hergestellt und hoffe auf eine weitere gute Zusammenarbeit, so Brombach weiter.

Ein für die 110 Ortsfeuerwehren sehr arbeitsintensives Jahr 2010 resümierte Rainer Kuhlmann. Die Anforderungen an die Feuerwehr würden immer größer, umso wichtiger sei eine gute Aus- und Fortbildung, betonte der stellvertretende Kreisbrandmeister. Ausführlich erläuterte Kuhlmann dann die Pläne der beiden Landkreise Schaumburg und Nienburg, eine gemeinsame Einsatz- und Rettungsleitstelle in Stadthagen einzurichten.

Dagegen steht der Wunsch der Landesregierung in Hannover, eine große Lösung mit Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg und Schaumburg gemeinsam mit der Polizei zu erreichen. Kuhlmann: „Für uns ist die kleine Lösung die beste.“ Weiter warb Kuhlmann angesichts des demografischen Wandels dafür, über neue Modelle nachzudenken, wie man den Dienst in der Feuerwehr interessanter machen kann. So könnten Mitarbeiter der Feuerwehr bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt werden.

Zu Feuerwehrmännern wurden Daniel Holzenleuchter, Philipp Stahlhuth und Stefan Ehrhardt befördert. Außerdem beförderte Bürgermeister Reiner Brombach Stadtbrandmeister Marko Bruckmann und seinen Stellvertreter Thomas Wimmer vom Brandmeister zum Oberbrandmeister.




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