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Es bleibt eine Voba-Geschäftsstelle

Volksbank-Filiale in Krankenhagen zieht zu Peters-Design

KRANKENHAGEN. Für das „Leuchtturmprojekt“ des Dorferneuerungsplans „Rintelner Staatsforst“, das Bürgerhaus wie den Neubau der Feuerwehr in Krankenhagen werden die Karten neu gemischt. Denn die Volksbank-Geschäftsstelle zieht 300 Meter weiter in das Haus der Firma Peter-Design-Leuchtenherstellung, Extertalstraße 10, um.

veröffentlicht am 10.01.2018 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 10.01.2018 um 17:10 Uhr

Ellen Peters und Volksbank-Prokurist Ansgar Haverkamp vor dem Lampengeschäft. Foto: wm
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Hans Weimann Reporter
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Die Handwerker sind dort bereits tätig. Ansgar Haverkamp, Prokurist der Volksbank in Schaumburg, geht davon aus, dass Ende Mai die neue Geschäftsstelle eröffnet werden kann. Dafür wird das bisherige Lampengeschäft für Privatkunden etwas verkleinert. Ellen Peters leitet das Fachgeschäft, das neben Lampen auch Bilder und Deko-Accessoires anbietet.

Wie das Bürgerhaus in Krankenhagen aussehen sollte, dazu hatte es viele Ideen gegeben. Einige Konzepte basierten darauf, dass die Volksbank am jetzigen Standort bleibt. Das hat sich jetzt geändert. Mit dem Umzug der Volksbank hat die Stadt alle Optionen für die Gestaltung des Geländes. Haverkamp betonte, die Volksbank werde das alte Gebäude noch abreißen ebenso die Raiffeisen-Hallen: „Solche Rampenlager würde heute niemand mehr nutzen wollen.“

Und Haverkamp versicherte: Alle Volksbank-Mitarbeiter ziehen mit um, auch bei Peters werde es eine Geschäftsstelle geben, nicht nur Service-Automaten. Mit über 2000 Kunden und Mitgliedern sei die Geschäftsstelle gut besucht. Und sie habe Tradition, sei „der räumlich älteste noch genutzte Standort der Volksbank in Schaumburg“. Davor hat es sogar eine eigene Volksbank Krankenhagen gegeben erinnerte Claus Peters, der 25 Jahre lang im Aufsichtsrat der Volksbank war.

Architektenentwurf für die neue Geschäftsstelle der Volksbank in Schaumburg in der Immobilie Extertalstraße 10. Repro: pr
  • Architektenentwurf für die neue Geschäftsstelle der Volksbank in Schaumburg in der Immobilie Extertalstraße 10. Repro: pr

Haverkamp schilderte, das jetzige Bankgebäude sei zuletzt 1994, also vor 24 Jahren, modernisiert worden und schon seit geraumer Zeit renovierungsbedürftig. Als Vorteile des Umzugs nannte er: Bei Peters könne man eine „zeitgemäße Bank mit neuester Technik und ansprechenden Beratungsräumen“ einrichten. Die neue Geschäftsstelle sei ebenerdig erreichbar, damit auch behindertengerecht, und es gebe ausreichend Parkmöglichkeiten vor der Tür.

Die neue Geschäftsstelle liegt mitten in einem Geschäftszentrum mit Lebensmittel-Einkaufsmarkt, Bäcker, Friseur, Imbiss und Tankstelle.

Weil man umziehe und nicht umbaue, werde die Volksbank ohne Unterbrechung für Kunden erreichbar bleiben. Man müsse nicht, wie das bei einem Umbau am jetzigen Standort der Fall gewesen wäre, als Zwischenschritt in einen Container umziehen.

Das Lampengeschäft neben der neuen Volksbank-Filiale wird ebenfalls neu gestaltet und eingerichtet, schilderte Ellen Peters. Hier finden Privatkunden Lampen in Top-Qualität aus eigener Produktion, die es so nicht in Geschäften gibt.

Diese Lampen stammen aus der „Überproduktion“ für Fünf-Sterne-Hotels, Kongresszentren, Banken, Restaurants und ähnlichen Einrichtungen in ganz Europa. Firmenchef Claus Peters erläuterte das so: Lampen werden nach Entwürfen von Innenarchitekten speziell und individuell für ein Objekt gefertigt. Dabei produziere man mehr, als tatsächlich benötigt werden, weil beim Transport wie Aufbau in einer Baustelle schon mal eine Lampe kaputtgehen könne. Und es wäre dann sehr teuer, müsste man so eine einzelne Lampe nachbauen.

Krankenhagens Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht begrüßte am Mittwoch in einem Telefongespräch den Volksbank-Umzug. Für den Ort sei nur wichtig gewesen, dass die Volksbank mit einer Geschäftsstelle „in angemessener Größe“ bleibt und das sei ja jetzt der Fall. Dadurch, dass die Volksbank diese Fläche räumt, sei man auch mit den Projekten Bürgerhaus wie Feuerwehr einen Schritt weitergekommen.

Am 15. Februar werde das Projekt Bürgerhaus mit der Landesbehörde abgestimmt. Es gehe dabei noch nicht um eine Detailplanung, nur um den großen Rahmen. Sümenicht betonte, der Ortsrat werde sich nach wie vor dafür einsetzen, dass im oder am Bürgerhaus auch eine Arztpraxis eingerichtet wird.

Auch die Sparkasse sucht übrigens nach der Schließung ihrer Zweigstelle in der Nottbergstraße, wo nur noch Service-Automaten stehen, einen „besser frequentierten Standort“ für diese Automaten. Das bestätigte gestern in einem Telefongespräch Jörg Nitsche, bei der Sparkasse zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

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