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Expertin informiert auf Abendseminar über ADHS und ADS / Was können Eltern für betroffene Kinder tun?

Vom Hans-guck-in-die-Luft und vom Zappelphilipp

Nienstädt (gus). Der Schulelternrat der Grundschule Nienstädt lädt für heute, Mittwoch, zu einem Informationsabend zum Thema ADS, ADHS und Wahrnehmungsstörungen ein. Beginn ist um 19.30 Uhr.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:42 Uhr

Die Referentin Ulrike Grimpe informiert über Grundsätzliches zum Thema. Wie entstehen diese Probleme? Was können Eltern tun, um ihrem Kind zu helfen? Auf diese Fragen will die Physiotherapeutin und Psychomotoriktherapeutin Antworten geben. Um Anmeldungen unter den Telefonnummern (0 57 21) 92 25 24 und (0 57 24) 38 31 wird gebeten.

Die Abkürzung ADHS bezeichnet die sogenannte Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Hinter ADS verbirgt sich das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ohne Hyperaktivität. Beides sind bereits im Kindesalter beginnende psychische Störungen.

Symptome sind Aufmerksamkeitsschwäche, impulsives Verhalten und – bei ADHS – auch Hyperaktivität. Die Ausprägung ist unterschiedlich. Mal steht die Hyperaktivität im Vordergrund wie beim Zappelphilipp, mal die Aufmerksamkeitsschwäche wie beim Hans-guck-in-die-Luft.

In der jüngeren Vergangenheit hat es zunehmende Kritik an der Häufung von ADS- oder ADHS-Diagnosen bei Kindern gegeben. Deshalb schreibt die Heilpädagogin Marie-Luise Ludewig auf der Internetseite www.adhs.de: „Nicht jedes unaufmerksame, zappelige Kind ist hyperaktiv beziehungsweise hat ADHS. Vielleicht ist es eben nur sehr verspielt, lebendig, lebhaft und reizoffen.“ Auch das Lebensalter und das geistige Entwicklungsalter spielen demnach eine Rolle.

Das Problem der Fehldiagnosen bestätigt der auf ADS und ADHS spezialisierte Mediziner Nicolas Gumpert. Entsprechend vage ist die Angabe zur Verbreitung der Störungen. Man gehe davon aus, dass etwa drei bis zehn Prozent der Bevölkerung an einer Form dieser Krankheiten leiden. Davon entfallen laut Gumpert ungefähr drei bis sechs Prozent auf die Altersgruppe der Sechs- bis 18-Jährigen.

Forschungsergebnissen zufolge sei zudem davon auszugehen, dass Jungen tendenziell häufiger an ADS oder der hyperaktiven Variante erkranken. Das Verhältnis soll bei 1:7 zugunsten der Mädchen liegen.




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