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Vom Familienbündnis initiierte Aktion „Bückeburg hilft“ soll gegenseitiges Füreinanderdasein fördern

Vom Pflaster fürs Knie bis zur Klobenutzung

Bückeburg (bus). Das im Oktober 2009 gegründete „Lokale Bündnis für Familie in Bückeburg“ geht mit seiner bislang umfangreichsten Aktivität an den Start. „Mit dem Projekt möchten wir ein Zeichen für ein hilfsbereites Bückeburg setzen“, erläuterte die Bündnis-Arbeitsgruppe „Familienfreundliches Umfeld“ während der Präsentation des Vorhabens „Bückeburg hilft“. Bei der Aktion gehe es darum, klärten die Initiatoren auf, „füreinander da zu sein und sich um Mitmenschen zu kümmern, die Hilfe benötigen“.

veröffentlicht am 18.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:41 Uhr

Diese Hilfe könne bei ganz alltäglichen Dingen gewährt werden. Einem Pflaster für ein aufgeschürftes Knie beispielsweise oder einem Telefonanruf zu Angehörigen, der eventuellen WC-Benutzung oder dem Schutz bei Belästigung und Bedrohung. Wo der entsprechende Aufkleber, der sogenannte Hilfepunkt, zu finden ist, seien Hilfesuchende willkommen und wüssten: Hier kann ich jederzeit Hilfe erwarten. Eltern könnten zusätzlich zum Erfolg des Projekts beitragen, indem sie mit ihren Kindern den Schulweg abgingen und auf die Hilfepunkte hinwiesen. Die Arbeitsgruppe: „So werden auch die jungen Bückeburger mit der Idee und dem Aufkleber vertraut gemacht.“

Gegenwärtig erhalten rund 450 „öffentliche“ Adressaten Post vom Bündnis, in der die Empfänger darum gebeten werden, sich als Projektpartner an der Aktion zu beteiligen. Das Schreiben listet folgende sechs Punkte auf:

1.Hilfe geht vor: Jeder, der Hilfe benötigt, erhält sie umgehend.

2.Informationen: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit persönlichem Kundenkontakt sind über das Projekt „Bückeburg hilft“ informiert.

3.Toilette: Im Bedarfsfall wird die Toilettenbenutzung gewährt oder ein Hinweis auf die nächste öffentliche Toilette gegeben.

4.Telefon: Im Bedarfsfall wird die Möglichkeit zum Telefonieren gewährt.

5.Notfall-Telefonliste: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit persönlichem Kundenkontakt haben Zugriff auf die Notfall-Telefonliste.

6.Aufkleber: Der Aufkleber „Bückeburg hilft“ wird gut sichtbar am Schaufenster beziehungsweise der Eingangstür angebracht.

Anja Wehrmann und Stefan Reinecke, die das Familienbündnis verwaltungsseitig begleiten, machten darauf aufmerksam, dass das Projekt nicht auf die Innenstadt beschränkt ist, sondern auch in den Außenbezirken und den Ortsteilen der Ex-Residenz angesiedelt werden soll. Darüber hinaus zerstreute das allseits gelobte Duo Bedenken hinsichtlich der Finanzierung. Sowohl die 450 Anschreiben als auch 5000 zur aufklärenden Begleitung des Vorhabens gedruckte Informationsblätter und die Aufkleber würden von den Sponsoren Handel aktiv, Sparkasse Schaumburg und Volksbank in Schaumburg bezahlt. Die Arbeitsgruppenvertreter betonten: „Dieser Aufkleber darf nicht nur ein Aufkleber unter vielen anderen werden.“




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