weather-image
24°
×

Dritte Generation: Hyundai Santa Fe

Vom robusten Arbeitstier zum Reisebegleiter

veröffentlicht am 27.10.2012 um 00:00 Uhr

Autor:

Hört man bei Hyundai genau hin, dürfen sich Audi und BMW warm anziehen. Denn mit dem neuen Santa Fe bekommen Q5 und X3 einen ernst zunehmenden, koreanischen Gegner – und das wissen auch die Bayern realistisch einzuschätzen. Ob sie ihn heimlich probefahren?

Mit der dritten Generation des Santa Fe halten jede Menge Neuerungen Einzug in den koreanischen Geländewagen, der vom reinen Arbeitstier zum schicken Reisebegleiter avancierte. Gute Materialien, gute Verarbeitung, eine gelungene Gestaltung der Instrumente, die Ledersitze – alles das spricht davon, dass die Top-Ausstattungslinie nicht nur „Premium“ heißt, sondern den Santa Fe in diese Richtung auch mit Nachdruck schieben will. Dafür setzt sich schon allein die Mittelkonsole mit Größe und Zierrat ein. Und die Zahl an Tasten und Knöpfen in Konsole, Armaturentafel, Türen und Lenkrad findet man sonst nur in Fahrzeugen, die ohne falsche Bescheidenheit zeigen wollen, was alles in ihnen steckt. Zu diesem Schielen nach der Premium-Messlatte passen die kleinen, nicht sehr komfortablen Sitze mit wenig Seitenhalt allerdings ganz und gar nicht.

In Sachen Sicherheit ist viel schon in der Serienausstattung an Bord, zum Beispiel sieben Airbags einschließlich einem für die Fahrerknie sowie ein ESP mit Anhängerstabilisierung und Traktionskontrolle, LED-Tagfahrlicht, Spurthalteassistent sowie ein Berganfahr- und ein Bergabfahr-Assistent. Besonders hervorheben sollte man noch die aktive Motorhaube, die sich bei einem Unfall mit Fußgänger so anhebt, dass eine weichere Aufprallfläche entsteht.

In der alltäglichen Praxis erweist sich der Santa Fe als ein Freund des komfortablen Reisens. Sein Motor hält sich so zurück, dass man schon in die oberen Drehzahlbereiche vordringen muss, um ihn deutlich zu hören. Im Innenraum geht es gesittet zu, denn auch die Wind- und Fahrgeräusche bleiben draußen. Die Automatik schaltet schnell und sanft. Federung und Dämpfung arbeiten eher auf der weichen Seite. Der Verbrauch passt mit Werten um die sieben Liter. Es sieht so aus, als hat der SUV-Markt einen weiteren Teilnehmer bekommen, der die Erwartungen von Käufer und Hersteller erfüllen kann.

Der Santa Fe kostet komplett 46 429 Euro. Dafür bekommt man ihn in seiner besten Ausstattung (Premium) mit dem großen 145 kW / 197 PS-Diesel und Allradantrieb, mit Metallic-Lackierung (550 Euro), Technik-Paket und allem Pipapo. Die Aufpreisliste bietet für die Premium-Ausstattung nur noch ein Panorama-Hub- und Schiebedach. Es geht aber auch günstiger. Den Santa Fe mit dem 2,4 Liter-Benziner und Frontantrieb in der einfachsten Ausstattung (Trend) hat Hyundai so knapp wie möglich unter der 30 000-Euro-Marke angesiedelt. Diesem Modell wie auch dem kleineren Zwei-Liter-Diesel für 36 600 Euro in der mittleren Ausstattung (Style) räumt man bei Hyundai in Deutschland keine großen Chance ein, weist aber gern auf die Euro-6-Einstufung des Diesels hin.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige