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Landpartie auf Schloss Bückeburg

Von Charleston bis Virtual Reality

BÜCKEBURG. Auf Schloss Bückeburg ist die 19. Auflage der Landpartie eröffnet worden. Im Beisein seiner neuen Freundin Mahkameh Navabi durchschnitt Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe das obligatorische Band.

veröffentlicht am 15.06.2017 um 11:01 Uhr
aktualisiert am 16.06.2017 um 00:10 Uhr

Michael_Werk

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Reporter zur Autorenseite

BÜCKEBURG. Einen Auftakt nach Maß hat die mittlerweile 19. Ausgabe der Landpartie auf Schloss Bückeburg verzeichnet, die diesmal unter dem Motto „Die Goldenen Zwanziger Jahre“ steht: Bei bestem Sommerwetter besuchten gestern mehrere Tausend Menschen die mit allerlei schönen Dingen zum Gucken, Kaufen und Genießen aufwartende Veranstaltung. Dabei hatten sich schon bei der offiziellen Eröffnung durch Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe lange Besucherschlangen am Eingang des Schlossparks gebildet, die zeitweise bis zum Marktplatzbrunnen reichten. Der Schlossherr selbst nutzte am Eröffnungstag die Gelegenheit, in Begleitung seiner neuen Freundin Mahkameh Navabi das Angebot der zahlreichen Aussteller in Augenschein zu nehmen. Im Schlepptau: ein Tross von Fotografen, Presseleuten und TV-Kamerateams, die auf interessante Bilder und O-Töne aus waren.

Zu den Stationen, an denen Fürst Alexander bei seinem Rundgang haltmachte, gehörte natürlich auch der Verkaufsstand von Schloss Bückeburg. Hier posierte er unter anderem mit seiner Freundin und zwei Walking-Act-Künstlern, die die aus der Ära des Schwarz-Weiß-Fernsehens bekannten Kultfiguren „Dick und Doof“ mimten, für Foto- und Filmaufnahmen. Zudem begrüßte er das auf der Schlossbrücke musizierende Blasorchester „Bückeburger Jäger“, von dem er sich nicht lange bitten ließ, für die Dauer eines Stückes in die Rolle des Dirigenten zu schlüpfen.

Sehen und

gesehen werden

Und nicht zuletzt besuchte er den Stand des in Steyerberg ansässigen Unternehmens „Nordmann Bäder“, wo er sich eine Virtual-Reality-Brille aufsetzte, um ein von diesem Spezialisten geplantes Muster-Badezimmer virtuell zu betreten – und zwar um dies in einer dreidimensionalen Darstellung nebst 360-Grad-Rundumblick zu erleben.

3 Bilder
Bestens gelaunt zeigte sich Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe (hinten) beim Foto-Posing mit seiner neuen Freundin, Mahkameh Navabi, (4. v. r.) und den beiden „Dick und Doof“-Mimen. Foto: wk

Auf Nachfrage verriet der Fürst, dass er als „Jazzer“ insofern eine Verbindung zu den Zwanzigerjahren habe, als dass die in jener Zeit populäre Musik, zu der der Charleston getanzt wurde, die Wurzeln für die Jazz-Musik gelegt habe. Er selbst habe sich daher als junger Klavierschüler mal ein entsprechendes Notenheft gekauft und danach Charleston gespielt. Ob damals nach US-amerikanischen Vorbild Charleston-Partys im Bückeburger Schloss gefeiert wurden, wusste der Schlossherr indes nicht. Es sei aber eher unwahrscheinlich, denn von den Älteren sei diese von jungen Leuten gehörte Musik ja beargwöhnt worden – ähnlich wie die Beat-Kultur der 60er-Jahre.

Mit ihrer Familie als Besucherin bei der Landpartie war übrigens Sibylle Kolax, die jedoch ebenfalls viel beäugt wurde – genauer: deren Malteser-Hündinnen „Fee“ und „Sissi“. Die in Preußisch Oldendorf lebende, hübsch gestylte Hobbyschneiderin hatte ihren beiden kleinen Hunden nämlich von ihr selbst auf Maß geschneiderte Dirndl angezogen, womit diese per se schon niedlich aussahen. Doch damit nicht genug, führte sie einen blumig verzierten, nostalgischen Kinderwagen mit sich, in dem sie die beiden feschen Malteser-Damen bei Bedarf durch die Gegend schob, was ein noch possierlicherer Anblick war. „Ich ziehe die oft an, wenn wir unterwegs sind – weil es mir gefällt“, erklärte Sibylle Kolax mit einem Lachen, und fügte hinzu: „Zwar gibt es auch Leute, die sagen, das ist völlig daneben, aber das ist mir egal.“ Denn sie wisse ja, dass es die zwei Hündinnen gut bei ihr haben.

Wer den Eröffnungstag der Landpartie verpasst hat, hat bis einschließlich Sonntag die Möglichkeit, auf Schloss Bückeburg in die Zwanzigerjahre einzutauchen.




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