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Steinhuder Grundschule arbeitet mit „Senior-Experten“ zusammen

Von der Erfahrung anderer profitieren

Loccum/Steinhude (kcg). Um Lehrern und Schulleitungen ihre Erfahrungen und Kompetenzen anzubieten, haben im vergangenen Jahr 14 Männer und Frauen ehrenamtlich ihren Dienst als „Senior-Experten“ angetreten. Konkrete Früchte trägt das Engagement der Schulberater an der Grundschule Steinhude, an der die „Senior-Experten“ bei der Entwicklung eines Schulprogramms mitwirken.

veröffentlicht am 08.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:22 Uhr

„Ich wollte Schule gut machen!“ Als Anette Wiborg im Sommer 2008 neue Leiterin der Steinhuder Grundschule wurde, hatte sie genaue Vorstellungen von ihrem Ziel. Sie wollte Kindern nicht nur Lernstoff einpauken, sondern auch ihre Gefühle beachten, ihren Kopf und ihren Körper in Bewegung bringen und darauf achten, dass kein Kind auf der Strecke bleibt. Weniger klar war für die Pädagogin, wie sie all diese Ansätze als neues Mitglied des Kollegiums in einem Schulprogramm vereinen und mit Lehrern, Schülern und Eltern umsetzen sollte.

Bei einem Schulleiterseminar an der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum lernte sie das Projekt der Senior-Experten kennen. Als Senior-Experten engagieren sich Männer und Frauen, die in leitenden Funktionen in Schulen und deren direktem Umfeld gearbeitet haben und noch arbeiten, um denjenigen ihre Kompetenzen anzubieten, die Hilfe bei den vielfältigen Veränderungen der Schullandschaft benötigen. Sie beraten Schulleiter, helfen Schulinspektionen vorzubereiten und erarbeiten Schulprogramme.

Wiborg engagierte Rainer Bungenstock, Direktor der Heimvolkshochschule Loccum, als Senior-Experten für die Moderation zur Entwicklung eines Schulprogramms. Kollegium, Schulvorstand und Elternrat kamen für einen Tag zusammen, Bungenstock moderierte. „So konnte ich ein Teil der Gruppe sein und musste nicht als Neuling an dieser Schule allen erzählen, wo es lang gehen soll“, berichtet die Pädagogin, die sich auch weiterhin von den Senior-Experten beraten lässt.

„Führungspersonen sind oft sehr einsam“, sagt Bungenstock, „dann ist es gut, jemanden zu haben, mit dem man unter vier Augen reden kann, der Ahnung von der Materie hat, aber nicht direkt zu der Schule gehört.“ Für ihn heißt das, dass er zuhört, reflektiert, Richtungen weist und das Selbstvertrauen seines Gegenübers stärkt.

Schulen, die sich über die Angebote der Senior-Experten informieren möchten, können sich mit Berbel Unruh bei der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum unter Telefon (0 57 66) 9 60 90 in Verbindung setzen.




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