weather-image
12°
×

„Wassererlebnispark“ bei Steinhude mausert sich zur altersübergreifenden Touristenattraktion

Von der Lehre zum Erlebnis

Seeprovinz. Die reine Lehre ist zugunsten von Spaß und Entspannung etwas in den Hintergrund getreten. Doch der Erfolg gibt den Machern vom Wasserverband Nordschaumburg Recht: Seit der Eröffnung vor zehn Jahren haben 327 000 Besucher den Weg in den Wassererlebnispark rund um das Wasserwerk am „Hohen Holz“ bei Steinhude gefunden.

veröffentlicht am 09.04.2014 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:47 Uhr

Autor:

Die Bilanz des Chefs des Wasserverbandes, Geschäftsführer Werner Volker, und des Wassermeisters Holger Meier fällt deshalb auch positiv aus. „Im Durchschnitt mehr als 30 000 Menschen in einer Saison von jeweils sieben Monaten im Jahr, das ist eine tolle Zahl“, sagt Volker. Zunächst, so räumt Volker freimütig ein, habe er eher an einen reinen Wasserlehrpfad als Service für die Kunden gedacht. Stattdessen vermittele der Verband jetzt mit Spaß und Spannung „Wasserwissen“.

Oft löse schon die Erkenntnis Erstaunen aus, dass man Wasser aus dem Wasserhahn auch trinken kann, sagte Volker. „Wir machen die Arbeit nicht nur für unsere Kunden, sondern für die Öffentlichkeit insgesamt.“ In der Nachbetrachtung hebt er die „tolle Unterstützung der Stadt Wunstorf“ und des Kneipp-Vereins hervor.

Die praktische Betreuung des Parkes hat Wassermeister Meier fast schon zu seiner Herzensangelegenheit gemacht. Wenn es zeitlich einzurichten ist, führt er im Wechsel mit einer Kollegin rund 500 Besucher jährlich in Gruppen über das Gelände. Ihn fasziniert der Zusammenklang von „Wissensvermittlung“ mit „spielerischen Elementen“. Nicht zuletzt deshalb gehören Kindergärten und Schulklassen zum Stammpublikum. „Das ist schon gut“, freut sich Meier, „dass Wissen über das Trinkwasser bereits in der Schule vermittelt werden kann.“

Es habe sich eingebürgert, dass viele Klassen, die die Jugendherberge in Mardorf besuchen, mit dem Boot über das Steinhuder Meer fahren und dann zu Fuß zum Erlebnispark laufen.

Die Mitarbeiter des Wasserverbandes unterhalten den Park „aus Bordmitteln“. Der Raum ist beschränkt, deshalb soll „nicht viel verändert“ werden. Trotzdem wird nach Angaben von Meier das Spendengeld der Besucher in „nette“ Anschaffungen umgesetzt, „sei es ein Sandkasten oder ein Spielgerät“, sagt Meier. Er freut sich über eine „hohe Akzeptanz“ des Parks seitens der Besucher. Nachgerüstet worden sei im vergangenen Jahr bei den Toiletten.

Das Konzept ist klar: „Wenn wir etwas machen, muss das schon fein aussehen“, sagen Meier und Volker übereinstimmend, was besondere Anforderungen in die technische Wartung der Geräte stellt. Meier hätte vorher „nicht gedacht, was in diesem Park an Unterhalt zu leisten ist“. Die reine Parkanlage habe publikums- und spieltauglich gemacht werden müssen.

Als Erweiterungsidee denken die Verantwortlichen gegenwärtig über einen Barfußpfad nach, für den nach den Worten von Volker möglicherweise die benachbarte Obstwiese einbezogen werden könnte.

Der Wasserparkerlebnispark ist seit Anfang April wieder geöffnet. An jedem vierten Sonntag ist auch das Wasserwerk zur Besichtigung geöffnet. Weitere Informationen sind im Internet unter www.wasser-nordschaumburg.de zu erhalten.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige