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US-Austauschschülerin Fiona Frances Spas bekommt Besuch von Katja Keul und Gerhard Widdel

Von Salt Lake City (USA) nach Meinefeld

Nienstädt (rd). Die Idee kam von ihrer älteren Schwester: „Du musst etwas von der Welt sehen!“ Also bewarb sich Fiona Frances Spas aus Salt Lake City in den USA um ein Schüler-Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms und hatte Erfolg: Seit einigen Monaten lebt Fiona bei Familie Dittmann im Nienstädter Ortsteil Meinefeld und besucht die 10. Klasse des Ratsgymnasiums in Stadthagen.

veröffentlicht am 19.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:42 Uhr

Kürzlich erhielt die junge Amerikanerin Besuch von der heimischen Bundestagsabgeordneten Katja Keul (Grüne) und Nienstädts Bürgermeister Gerhard Widdel (SPD). Keul hat eine Patenschaft für Fiona übernommen. Widdel hatte sofort zugesagt, den Gast aus den USA in seiner Gemeinde willkommen zu heißen. Beide konnten sich davon überzeugen, dass der Intensivkurs in Deutsch, der am Anfang des Aufenthalts der jungen Amerikanerin stand, gute Früchte getragen hat.

Der Wechsel von der Metropole des amerikanischen Bundesstaats Utah ins ländlich geprägte Meinefeld fiel der Schülerin nicht schwer, denn sie hat den Großteil ihrer Kindheit in einem Dorf „in der Nähe von Salt Lake City“ zugebracht. „In der Nähe“ muss die Austauschschülerin dann doch ihren Besuchern „übersetzen“: Mehr als 200 Kilometer hatte die Familie Spas zurückzulegen, um von ihrem Wohnsitz aus in die Stadt zu gelangen. Heimweh hat sie nicht, aber die ersten Schneeflocken des Jahres bereiteten Fiona doch große Freude – kein Wunder, denn ihre Heimatstadt war vor zehn Jahren Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Bürgermeister Widdel überreichte als Willkommensgruß einen Gastronomie-Gutschein und einen historischen Informationsprospekt über Nienstädt. Keul hatte für die Austauschschülerin eine gebundene Ausgabe des Grundgesetzes mitgebracht, überreichte Familie Dittmann einen Bildband über den Bundestag und lud die Familie mit ihrer Stipendiatin zu einer Bildungsreise nach Berlin ein.

Die Abgeordnete berichtete von ihren Erfahrungen als Austauschschülerin in den USA vor 25 Jahren und von Bindungen, die seitdem nie abgerissen sind. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm unterstützt die Abgeordnete seit ihrer Wahl in Bundestag. Es ist das weltweit einzige Austauschprogramm, das zwischen Parlamenten vereinbart wurde. Der amerikanische Kongress und der Deutsche Bundestag starteten diesen Jugendaustausch 1983 aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung nach Amerika. „Ohne das Engagement amerikanischer und deutscher Familien, die wie Sie für ein Jahr Austauschschüler oder junge Berufstätige aufnehmen, wäre dieses erfolgreiche Programm undenkbar“, dankte Keul dem Ehepaar Dittmann und auch Tochter Janica , die in der Familie den Anstoß gegeben hatte, als sie erfuhr, dass noch Gastfamilien gesucht werden.

Informationen und Kontaktanschriften zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm gibt es über Keuls Regionalbüro: katja.keul@wk.bundestag.de




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