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SPD-Fraktion: Mittel aus dem Konjunkturprogramm für Medienausstattung und Umbauten

Vor allem die Schulen sollen bedacht werden

Bückeburg (rc). Ein Großteil des Geldes, das der Stadt aus dem Konjunkturprogramm II zufließt, wird in die Ausstattung und energetische Verbesserung der Grundschulen und schulischen Einrichtungen fließen. Entsprechende Beschlüsse hat jedenfalls die SPD-Fraktion gefasst.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 21:41 Uhr

Wie Fraktionschef Bernd Insinger mitteilte, hat es für die SPD oberste Priorität, dass die beiden Grundschulen Im Petzer Feld und Meinsen endlich zu offenen Ganztagsschulen werden können. Im Petzer Feld gebe es reges Interesse an der Einrichtung und bereits einen konkreten Vorschlag, wie die fehlenden Räumlichkeiten – vor allem eine Mensa – relativ einfach und kostengünstig errichtet werden könnten: unter der im ersten Stock gelegenen Bücherei, die bisher einen kleinen Hof beschattet. Anders sehe es dagegen in Meinsen aus, wo das Elterninteresse nicht ganz so groß ist, wie eine Umfrage ergeben hat. Hier soll nach dem Willen der Genossen erneut befragt und dann etwas getan werden.

Wünschen der bereits als Ganztagsschule agierenden Grundschule Evesen nach dem Neubau einer Pausenhalle – sie soll bis zu 790 000 Euro kosten – erteilte Insinger eine Absage. So viel Geld sei nicht da, selbst realistischer erscheinende 300- bis 400 000 Euro seien aus dem Konjunkturprogramm „nicht herauszuholen“. Die Ganztagsschule für alle habe Vorrang, auch wenn der Eveser Wunsch nachvollziehbar sei.

Dafür werden in Evesen endlich die energiefressenden Glasbausteine ausgebaut. Und die Grundschule am Harrl kann sich über eine komplett neue Elektrik freuen. 5500 Euro Stromkosten können damit pro Jahr eingespart werden, haben die Experten errechnet. Bei Gesamtkosten von rund 30 000 Euro hat sich die Investition in sechs Jahren amortisiert. Auch an den anderen Schulen werden noch kleinere Energiesparmaßnahmen realisiert.

Aus den Pauschalmitteln des Programms will die SPD-Fraktion zudem alle Grundschulen mit verbesserten Mediensystemen ausstatten. Alle Computer der jeweiligen Schulen sollen vernetzt und endlich kind- und computergerechte Möblierung angeschafft werden: Zum Teil sitzen die Kinder auf Stühlen und an Tischen für Erwachsene.

Im Sportbereich werden – unter der Regie der Bäder GmbH – die Umkleideräume der Dr.-Faust-Halle auf Vordermann gebracht und neue Duschen und Toiletten eingebaut. Im Jahnstadion erhält das Sportheim die seit langen Jahren geforderte neue Heizungsanlage.

Auf neue Lichtverhältnisse müssen sich die Nutzer der Petzer Straße einstellen. Hier soll als Modellversuch die gesamte Straßenbeleuchtung gegen Diodenbeleuchtung ausgetauscht werden. Hiervon erwartet die SPD-Fraktion, dass der Stromverbrauch um mehr als 80 Prozent sinkt. „Insgesamt steckt in der Straßenbeleuchtung ein riesiges Einsparpotenzial“, so Insinger.

Der Verwaltungsausschuss wird am kommenden Montag über das Paket beraten. Der Schulausschuss ist am 27. Mai an der Reihe.




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