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Weserbergland nicht auf der Agenda / Landkreis soll sich mit Naturschutzgebiet befassen

Vorerst kein UNESCO-Reservat

Hülsede. In seinem Bemühen, den Nordsüntel mit den ökologisch wertvollen Buchenbeständen und den Orchideenwiesen zu einem Naturschutzgebiet erklären zu lassen, hat der Hülseder Ratsherr Michael Ensslen auch nach dem negativen Gemeinderatsbeschluss nicht nachgelassen. Allerdings hat der Grünen-Politiker auch eine weitere Absage kassiert.

veröffentlicht am 12.09.2013 um 18:03 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:22 Uhr

So wird es einer Auskunft des niedersächsischen Umweltministeriums zufolge kein UNESCO-Biosphärenreservat Weserbergland geben. Ein solches Reservat muss eine hohe, einzigartige Artenvielfalt aufweisen, deren Schutz und auch Bewirtschaftung durch den Menschen im Fokus stehen. Es gibt ein weltweites Netz, in Norddeutschland ist beispielsweise das Wattenmeer UNESCO-Biosphärenreservat. Außerdem befinden sich solche Reservate entlang der Elbe. Die Elbtalauen sind Niedersachsens einziges UNESCO-Reservat.

Ensslen hatte auch für das Steinhuder Meer beim Umweltministerium angefragt. Doch in der Replik heißt es, dass – abgesehen von den Elbtalauen – derzeit keine Gebiete des Bundeslandes ausersehen sind, zum Biosphärenreservat erklärt zu werden. Allerdings hatte auch bereits das Land Nordrhein-Westfalen Interesse bekundet, das Weserbergland mit einem entsprechenden Prädikat versehen zu lassen. Ein entsprechender Entwurf sieht eine 88 000 Quadratmeter große Schutzfläche zwischen Bad Pyrmont und Detmold sowie Warburg vor. Indes stammen diese Pläne aus dem Jahr 2005.

Gewissermaßen eine Stufe niedriger wäre die Ausweisung eines Naturschutzgebietes angesiedelt. In dieser Angelegenheit steht Ensslen nach eigenen Angaben weiterhin im Kontakt mit dem Landkreis Schaumburg. Dort gebe es einen Plan, wonach ein Netz von Naturschutzgebieten zu knüpfen ist. Ein Teil dieses Netzes wäre in den Augen Ensslens auch das Schutzgebiet Nordsüntel. Der Gemeinderat hatte es im August abgelehnt, eine Resolution dazu zu verabschieden, weil der Süntelhang bei Hülsede nicht im Besitz der Gemeinde steht.gus




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