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Zur Ehrung langjähriger Mitglieder der CDU erscheinen beim Stadtverband lediglich zwei von 18 geladenen Jubilaren

Vorstellungen der Parteibasis nicht vollends erwischt

Bückeburg (bus). Der Stadtverbandsvorstand der CDU hat mit seinem Entschluss, der Ehrung seiner langjährigen Mitglieder außerhalb der Jahresversammlung einen eigenen Rahmen zu bescheren, augenscheinlich nicht vollends die Vorstellungen der Parteibasis erwischt. Bei der aktuellen Feier nahmen lediglich zwei (von insgesamt 18 eingeladenen) Jubilaren an den festlich eingedeckten Tischen des Ratskellers Platz. Und auch auf der Gastgeberseite waren die Reihen gleichermaßen überschaubar ausgestattet: Zu Beginn der Veranstaltung saßen den Geladenen im Dr.-Külz-Zimmer drei Personen gegenüber.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:21 Uhr

„Etwas schade“, fand das Stadtverbandsvorsitzender Thorwald Hey, der in seiner kurzen Laudatio vor allem die „Konstante“ herausstellte, für die die langjährigen Weggefährten und Mitstreiter innerhalb der Partei verantwortlich zeichneten. In den von der Bundesvorsitzenden Angela Merkel, von Landeschef David McAllister und dem Kreisvorsitzenden Klaus-Dieter Drewes signierten Urkunden wurden die „uns treu verbundenen Mitglieder“ als „wesentliches Fundament unserer erfolgreichen Parteigeschichte“ gewürdigt. Sie hätten auch in schwieriger Zeit „Farbe bekannt zur CDU Deutschlands und viele Jahre ihr Engagement in den Dienst der Partei gestellt“ – als Motor und Ideengeber, Unterstützer und Werber, Multiplikator der politischen Überzeugungen und Organisator der politischen Arbeit vor Ort. „Wir sind daher stolz auf langjährige Mitglieder wie Sie, auf deren Rat und Tatkraft wir auch künftig angewiesen sind“, schreiben Merkel, McAllister und Drewes.

Mit der spärlichen Resonanz auf ihre Jubilar-Einladungen verfügen die Christdemokraten in der Ex-Residenz unterdessen nicht über ein Alleinstellungsmerkmal. Das Phänomen bereitet seit einigen Jahren auch den Vorständen anderer Parteien, Gemeinschaften und Vereine mancherlei Kopfzerbrechen. Bei der CDU führte das Desinteresse immerhin dazu, dass Heinz Holtei (zehn Jahre Mitgliedschaft) und Ferdinand Wallenhorst (30 Jahre) in den Genuss eines ausführlichen Meinungsaustausches mit Hey kamen. Dass Holtei dabei für sich reklamierte, der Partei schon wesentlich länger als ein Jahrzehnt anzugehören, sollte als Randnotiz nicht unbemerkt bleiben.

Auf der offiziellen Jubiläumsliste fanden sich Christopher Wuttke, Söhnke Lorenzen, Heinz Holtei, Margarete Büthe und Dieter Wilharm-Lohmann (jeweils zehn Jahre); Ernst-Erich Baumann, Wilhelm Ostermeier, Almut Melchin, Lieselotte Nasemann, Uwe Grothe und Heinrich Wilharm (jeweils 15 Jahre); Gerhard Lange (25 Jahre); Ferdinand Wallenhorst, Wilhelm Meier und Rainer Albaschewski (jeweils 30 Jahre); Erika Maltusch und Heinz-Wilhelm Engelke (jeweils 35 Jahre) sowie Heinz-Wilhelm Radüg (40 Jahre).

Thorwald Hey (Mitte) würdigt die Verdienste von Ferdinand Wallenhorst (links) und Heinz Holtei.

Foto: bus




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