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Möller (CDU) bildet Gruppe mit Wählergemeinschaft / Hanke (SPD) verzichtet auf Mandat - Völkel rückt nach

Wahlsieger WiB bietet SPD den Vize-Bürgermeister an

Buchholz (tw). Die "Wählergemeinschaft in Buchholz" (WiB) zeigt sich - trotz ihres spektakulären Sieges bei der Kommunalwahl vom 10. September - konziliant: "Um den Bürgern deutlich zu machen, dass wir im Rat nicht unser eigenes ,Süppchen' kochen wollen und an einer die Fraktionen übergreifenden Zusammenarbeit interessiert sind, beanspruchen wir nicht alle Bürgermeister-Posten für uns", erklärt Rolf Milewcek.

veröffentlicht am 28.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Der Buchholzer, der derzeit an einem Dankes-Flyer arbeitet, der in Kürze an alle Haushalte der Gemeinde verteilt werden soll, ist von der WiB justament zum kommissarischen Vorsitzenden gewählt worden; seine Vertretung übernimmt bis auf weiteres Manfred Rinne. Zwar soll WiB-Zugpferd Hartmut Krause Bürgermeister und Gemeindedirektor bleiben, aber: "Das Amt des Ersten Stellvertreters bieten wir der SPD - konkret: Frank Rinne oder Klaus Kappmeier - an", so Milewczek auf Anfrage. Rinne hatte mit 98 Stimmen das beste Ergebnis der Sozialdemokraten in Buchholz erzielt; für (Vizebürgermeister) Kappmeier votierten 85 Wählerinnen und Wähler. Zweiter Stellvertreter Krauses soll nach dem Willen der WiB Reimund Möller (CDU) werden, der bei der Kommunalwahl 79 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Grund: "Reimund Möller hat signalisiert, dass er mit uns im Rat eine Gruppe bilden will", sagt der Vorsitzende. Mit dem Christdemokraten kommt die Wählergemeinschaft, die am 10. September aus dem Stand heraus fünf Mandate errungen hatte, damit auf insgesamt sechs Sitze; das sind doppelt so viele wie die SPD, die drei Sitze inne hat. Milewcek: "Sprecherin der neuen Gruppe von WiB und CDU ist Gudrun Spiller." Spiller hatte für die Wählergemeinschaft 81 Stimmen geholt, das zweitbeste WiB-Ergebnis nach Krause. Zum Stellvertreter Spillers wurde Thorsten Felgendreher bestimmt, der am 10. September auf 45 Stimmen kam. Derweil gibt's in den Reihen der Sozialdemokraten einen Personalwechsel. Wie die Samtgemeinde auf Nachfrage bestätigt, nimmt Regina Hanke, die bei der Kommunalwahl - nur - vier Stimmen erhielt, ihr Ratsmandat nicht an. An ihrer Stelle zieht Ulrich Völkel für die SPD in das Ortsparlament ein. Für Völkel votierten zehn Mal so viele Buchholzer wie für Hanke; er kam auf 40 Stimmen. Derzeit ist Milewcek dabei, nach einer Rechtsform für die Wählergemeinschaft zu suchen. Allerdings: "Viele Zusammenschlüsse, die dem unseren ähneln, haben gar keine", weiß der WiB-Vorsitzende. Eine Möglichkeit sei gleichwohl, sich als eingetragener Verein (e. V.) zu konstituieren. Wie auch immer: Wenn die Wählergemeinschaft am 1. November zusammen kommt, um über die Rechtsform zu entscheiden, wird sie sich zumindest eine Satzung geben. Übrigens: Aktuell sucht die WiB weitere Buchholzer, die Interesse haben, an einem noch zu gründenden Seniorenbeirat mitzuarbeiten. "Besagte Buchholzer müssen dafür weder Mitglied bei uns sein, noch müssen sie das werden", versichert der Vorsitzende. Es gehe allein darum, die Dorfgemeinschaft zu stärken. Erste Gespräche mit eben dieser Zielrichtung seien bereits mit der Feuerwehr und dem Schützenverein geführt worden. Denn eines ist nicht nur Milewczek klar: "Die eine Seniorenfahrt respektive -Weihnachtsfeier, die wir als Gemeinde bislang anbieten, ist zu wenig." Hinzukommen könnten daher Bouleturniere oder "Mittsommernächte", gibt der Vorsitzende erste Denkanstöße.




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