Heuerßen. So richtig scheint sich niemand um das Amt des Heuerßer Bürgermeisters zu reißen. Nach dem vorzeitigen Rücktritt von Frank Stahlhut (SPD) 2015 hatte der Rat Andreas Walter (Wählergemeinschaft) zu seinem Nachfolger gewählt. Allerdings nur für den Rest der Wahlperiode: bis September 2016. Dann muss neu gewählt werden.
Weder SPD noch CDU haben bis jetzt Interesse an dem Amt des Bürgermeisters geäußert, der in Heuerßen zugleich die Aufgaben des Gemeindedirektors übernimmt. Auch 2015 stellten sie keinen Kandidaten zur Wahl. Walter erklärte sich schließlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.
Ähnlich könnte es nun wieder ablaufen. Auf Nachfrage gab der 51-Jährige an, dass er wohl wieder zur Wahl stehen werde. Allerdings klingt er dabei weniger wie ein Überzeugungstäter: „Irgendwie muss es ja laufen“, meint er. Dieses Ehrenamt bringe eine Menge Arbeit mit sich – „aber Ehre gibt es dafür wenig“. Besonders im Zuge des B 65-Ausbaus habe er viel zu erledigen gehabt. Positiv bemerkte Walter: „Man kann eine Menge bewegen.“
Innerhalb der CDU fühlt sich bisher keiner der drei Kandidaten für den Gemeinderat berufen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. „Inhaltlich wollen wir uns für solide Finanzen, das Windenergieprojekt und die ehrenamtliche Arbeit starkmachen“, meint Ratsmitglied Christoph Meier. „Außerdem möchten wir, dass freie Plätze in unserer Kindertagesstätte zunächst Kindern aus unserer Gemeinde vorbehalten bleiben“.
Auch bei den Sozialdemokraten tut sich vor Juni nicht all zu viel, berichtet der zweite stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Weikert. Noch habe sich niemand für das Amt gemeldet. kil