weather-image
21°
×

„Schraub-Bar“ bei Krantz-Auftritt bis auf den letzten Platz voll / Musiker von Jahr zu Jahr besser – wie alter Wein

Warum Fans für dieses Konzert gerne Schlange stehen

Bückeburg (mig). Der „Christmas Blues“ der „Peter Krantz Blues Band“ gehört zu Weihnachten wie der hell erleuchtete Tannenbaum oder das große Festessen. Kaum verwunderlich also, dass die „Schraub-Bar“ am vergangenen Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt ist und viele Fans auf dem Vorhof darauf warten, doch noch in die heiligen Hallen zu kommen.

veröffentlicht am 24.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

„Hold on“ heißt es in einem Titel, den die Peter Krantz Blues Band an diesem Abend zum Besten gibt und „dranbleiben“ müssen vor allem die Konzertgäste, die zu spät zum Bluesevent des Jahres 2012 gekommen sind. Die Fans stehen bis auf den Vorhof – zeitweise muss sogar der Einlass gestoppt werden. „Ist nicht schlimm. Dann machen wir uns warme Gedanken“, meint Carsten Bödecker aus Bückeburg. „So ist die Vorfreude auf das Konzert noch größer“, ergänzt Freundin Stephanie Walter. Drinnen freut man sich derweil über den Platz und die tolle Musik, die von der Bühne kam. „Hauptsache es ist warm und ich kann die Band hören“, sagt Juliane Völker. Nicht nur wegen der Musik ist Petra Meyer in die „Schraub-Bar“ gekommen: „Ich treffe mich vor Weihnachten immer mit ehemaligen Schulfreunden in Bückeburg“, berichtet sie. Mittlerweile haben sich diese Treffen längst zu einem Ritual entwickelt. „Manch einer kommt sogar aus dem Ausland. Diesmal hat ein Freund aus London den weitesten Weg nach Bückeburg.“

Der große Andrang – vor allem vor der Bühne – sollte allerdings auch als Indiz für das hohe Niveau der Peter Krantz Blues Band gewertet werden. Von Beginn an machen die Musiker richtig Dampf, vom Piano-Man bis hin zum Gitarristen zeigt sich die Band bestens aufgelegt. Ohnehin eine Klasse für sich: Sänger Peter Krantz mit seiner unverwechselbar rauchigen Stimme. Wie er bei „Hold on“ Gas gibt oder bei „All I can do is cry“ jeden einzelnen Ton mit Emotion auflädt: Das ist einfach groß. Richtig Spaß macht aber auch die Gitarrenarbeit von Hermann Edling, der sich immer wieder zu virtuosen Soli animieren lässt und der tolle Bass von Manfred Heinze. Etwas Pech hat die Krantz-Combo allerdings mit dem Verstärker, der mitten im Konzert plötzlich seinen Geist aufgibt. Immerhin hat man noch Glück im Unglück: „Gitarrendoktor“ Olli Schröder ist im Publikum und hilft bei der Wiederherstellung.

Fazit: Mal wieder ein Konzert der allerersten Güteklasse. Peter Krantz und seine Mannen werden von Jahr zu Jahr besser. Wie alter Wein.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige