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Der Niederländer wird in seiner Heimat nie wieder Bier bestellen / Morgen singt der Jazzchor Minden in der Stiftskirche

Warum gibt es denn nicht jedes Jahr ein Symposium?

Obernkirchen. Zwei Stunden Material hat Adolf Bartels, zweiter Vorsitzender des Veranstalters "IOBS" und mit seiner Handkamera auch Chronist des diesjährigen Symposiums, schon abgedreht, im November will er daraus eine gut 60-minütige Dokumentation zusammenstellen. Der Altbürgermeister ist in diesen Tagen, wie manch anderer auch, auf dem Kirchplatz allgegenwärtig und wird häufig angesprochen. Nahezu immer ist es die gleiche Überlegung, diedie Besucher anstellen: Könnte man das Symposium nicht jedes Jahr durchführen? Wäre es nicht schön, alle zwölf Monate mit so einem Mega-Event aufzutrumpfen? Die Idee hat durchaus etwas für sich, scheitert aber an der Praxis. So müssten erstens deutlich mehr Sponsoren aufgetrieben werden, dieneben (und in der Größenordnung) der Sparkasse Schaumburg und dem Obernkirchener Sandsteinbruch das Symposium unterstützen, zweitens wäre es wohl nicht möglich, jeden Sommer eine derartige "Man-Power" aufzutreiben, denn nicht wenige der umtriebigen Helfer haben sich für das Symposium Urlaub genommen, viertens würde eine wahre Inflation an Kunstwerken über die Stadt hereinbrechen und das Ereignis damit abwerten, und fünftens würde sich Steinbruch-Chef Klaus Köster bestimmt bedanken, wenn alle zwölf Monate eine Horde Bildhauer an seine Tür klopft und rund zehn Kubikmeter Sandstein begehrt - kostenlos, versteht sich. Nein, es wird fraglos beim gewohnten und bewährten Rhythmus bleiben: Symposium ist nur alle drei Jahre.

veröffentlicht am 26.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Autor:

Frank Westermann



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