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Polizei: In der Vorweihnachtszeit mehr Streifengänge und Verkehrskontrollen

Warum Taschendiebe am liebsten an einem Glühweinstand Beute machen

Rinteln (wm). Eine lockere Menschengruppe am Glühweinstand, in bester Stimmung, die nächste Runde ist bereits bestellt, am besten mit Schuss, sprich Amaretto oder Rum, das ist für Taschendiebe das ideale Biotop, warnt die Rintelner Polizei, die deshalb auf dem Weihnachtsmarkt verstärkt Präsenz zeigen will - in Zivil wie in Uniform.

veröffentlicht am 02.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Die Beamten seien immer wieder verblüfft, schilderte Polizeikommissar Jan Wegener, wie leichtsinnig sonst eigentlich eher vorsichtige Bürger in solchen Situationen werden: Da wird das Portemonnaie achtlos auf der Theke des Glühweinstandes abgelegt, die Handtasche auf einen Hocker, oder sie ist locker über die Schulter gehängt. Und wer ist schon alarmiert, wenn er im Gedränge mal angerempelt wird - so ganz aus Versehen. Eine beliebte Zielgruppe für Diebe, die gezielt Weihnachtsmärkte aufsuchen, seien auch Senioren, deren Hilfsbereitschaft Diebe ausnutzten. Man sollte also immer wachsam werden, wenn Fremde übersteigerte Hilfsbereitschaft zeigten, sich etwa anbieten würden "Schmutz" von der Kleidung ihres Opfers abklopfen zu wollen, warnt die Polizei. Nach den Erfahrungen der Beamten treten Taschendiebe oft in Gruppen auf: Einer lenkt das Opfer ab, der andere greift zu und reicht die gestohlene Geldbörse augenblicklich an einen Dritten weiter. Empfehlung der Beamten: Wer einen Weihnachtsmarkt besucht - auch und vor allem in einer Großstadt - sollte Bargeld möglichst in einer Tasche mit Reißverschluss oder in einem Geldgürtel verstauen, eine Umhängetasche mit der Verschlussseite am Körper tragen und stets geschlossen lassen. Außerdem werde die Polizei jetzt in der Adventszeit, verstärkt Alkoholkontrollen durchführen, kündigte Wegener an. Erfahrungsgemäß würden gerade Weihnachtsfeiern mit üppigem Essen manchen Autofahrer dazu verleiten, sich auch nach ein paar Bier oder Gläsern Wein ans Steuer zu setzen, weil er das Gefühl habe, eigentlich sei er fast nüchtern.




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