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Leitung als Leader-Projekt beantragt

Wasser marsch für den Idaturm?

Bückeburg/Eilsen. Für die Wiederverpachtung des Idaturms zeichnet sich eine Lösung ab. Geht es nach dem Eigentümer, der Fürstlichen Hofkammer, sowie der Stadt Bückeburg und der Samtgemeinde Eilsen, soll eine Wasserleitung quer durch den Harrl hoch zum Turm gebaut werden. Rund 100 000 Euro würde ein solches Vorhaben kosten. Geld, das zumindest die klammen Kommunen nicht auf der hohen Kante haben.

veröffentlicht am 20.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

Daher wurde jetzt ein Antrag gestellt, Zuschüsse aus dem EU-Förderungsprogramm „Leader“ zu erhalten. Am kommenden Montag tagt die Lokale Arbeitsgruppe der Leader Region Schaumburger Land und wird über den Zuschussantrag beraten. „50 Prozent oder mehr Zuschuss müssten es schon sein, damit wir als Kommunen uns an dem Projekt beteiligten würden“, sagte Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage unserer Zeitung. Der ansonsten auf die für Montag anberaumte Sitzung verwies. Er wolle nicht vorgreifen.

Die Gastronomie auf dem Bückeburger Hausberg ist seit dem 1. April geschlossen; das Pachtverhältnis zwischen Hofkammer und Pächter wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Seitdem müssen Spaziergänger und Wanderer auf eine erfrischende Stärkung verzichten oder aber Essen und Trinken selbst auf den Berg schleppen. Der vorherige Pächter war unter anderem daran gescheitert, dass der Turm bisher keine Trinkwasseranbindung hatte. Das Wasser musste aufwendig in Tanks auf Anhängern auf den Berg gefahren werden. Was insbesondere im Winter immer wieder zu Problemen führte, wenn Schnee und Eis die steilen Auffahrten unpassierbar machten. Hinzu kommt, dass der vorgebaute Wintergarten erneuert werden muss, mittelfristig sogar der gesamte Turm.

Eine Wasserleitung würde zumindest ein wichtiges Problem lösen. Und die Wiederverpachtung deutlich einfacher und attraktiver machen, wie Brombach sagte. Für den Eigentümer würde eine Wasserleitung eine erhebliche Wertsteigerung bedeuten und die Verpachtung vereinfachen. Auch die beiden Kommunen hätten ein ureigenes Interesse an der Wiederbelebung des Ausflugsziels Idaturm, insbesondere die Eilser, wie Brombach sagte.

Nach den vorläufigen Plänen soll die Wasserleitung vom Nordharrl im Bereich Bergdorf hoch zum Idaturm gezogen werden. Die Leitung muss wegen des felsigen Untergrunds aufwendig vergraben werden. Eine andere technische Lösung ist nach Angaben Brombachs nicht möglich.

Der Turm – 28 Meter hoch – wurde 1847 von Fürst Georg Wilhelm errichtet, um in dem Hungerjahr seinen Bauern Arbeit und Brot zu geben. Seinen Namen trägt der Turm nach der Gattin Georg Wilhelms, der Fürstin Ida. 128 Stufen muss man über eine Wendeltreppe im Innern des Turmes hinaufsteigen, um mit einer Rundumsicht belohnt zu werden, die bei klarem Wetter bis zum Wesergebirge und bis zum Steinhuder Meer reicht, so die Stadt.rc




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