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Samtgemeinde hofft auf „schwarze Null“ bei Eigenbetrieben / Hohe Darlehen erforderlich

Wasser: Rodenberger drücken die Spartaste

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Mit einem deutlich verringerten Wasserverbrauch ist für die Eigenbetriebe der Samtgemeinde Rodenberg das Jahr zu Ende gegangen. Ob in 2011 bei Wasser und Abwasser ein Gewinn zu verzeichnen ist, könne erst nach Erledigung der Abschlussbuchungen gesagt werden: „Wir streben wieder eine schwarze Null an“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann vor dem Betriebsausschuss des Rates.

veröffentlicht am 24.01.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:22 Uhr

Für 2010 sieht die Sache noch gut aus. 1171 Euro blieben bei der Wasserversorgung übrig. Die Abwasserrechnung brachte sogar einen Gewinn von 17 636 Euro, sodass der Löwenanteil als Verzinsung des Eigenkapitals an die Samtgemeinde abgeführt werden konnte. In 2011 sind bislang Überschüsse von 84 515 Euro (Wasser) und 67 425 Euro (Abwasser) ausgewiesen. „Es fehlen aber noch die Abschlussbuchungen“, warnte der kaufmännische Betriebsleiter Rainer Langhals vor Optimismus, „da ist das endgültige Jahresergebnis noch nicht abzusehen.“

Sorge bereitet Langhals ein Rückgang beim Verbrauch. So wurden in der Samtgemeinde nur 690 946 Kubikmeter gegenüber dem Vorjahr 702 392 Kubikmeter abgenommen. Beim Abwasser fällt die Reduzierung geringer aus: von 665 993 auf jetzt 661 357 Kubikmeter.

Für 2012 prognostizierte Langhals schon jetzt eine Unterdeckung von 12 000 Euro beim Wasser und von 65 000 Euro beim Abwasser. Aus diesem Grund forderte er wie bereits berichtet eine Erhöhung der Grundgebühren.

Langhals schlug dem Ausschuss erneut eine Darlehensaufnahme wie in den vergangenen zwei Jahren für den fälligen Leitungsbau vor. 250 000 Euro sind bei der Wasserversorgung vorgesehen, die im Wesentlichen für Maßnahmen in der Hülseder Siedlung sowie in Lauenau in den Bereichen Südstraße, Sonnenweg, Rodenberger Straße und Ortsmitte bestimmt sind. Im Bereich Lauenau/Messenkamp/Hülsede gehört das Leitungsnetz der Samtgemeinde Rodenberg, während in den Gemeinden Rodenberg, Apelern und Pohle der Wasserbeschaffungsverband Eigentümer ist. Für Kanalbaumaßnahmen will die Samtgemeinde sogar 350 000 Euro aufnehmen, um in der Hülseder Siedlung, der Rodenberger Feldstraße, der Apelerner Schmiedestraße sowie der Rodenberger Straße und dem Ortskern von Lauenau das Abwassernetz zu sanieren. Neben einer Umschuldung von 629 000 Euro ist bei Tilgungen in Höhe von 357 000 Euro keine Netto-Neuverschuldung erforderlich. In der Wasserversorgung lasse sich eine Neuverschuldung aber nicht vermeiden.

Heilmann sah dies als unproblematisch an: „Langlebige Wirtschaftsgüter werden mit langen Darlehen finanziert.“ Zugleich verwies er auf Leitungsverbesserungen und damit sparsamerem Umgang „mit unserer wichtigen Ressource Wasser“: „Wir konnten die Zahl unserer Rohrbrüche deutlich reduzieren. Und die haben uns stets ein Schweinegeld gekostet.“




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