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20 Jahre Schüleraustausch

Wehmütiger Abschied von den Partnerschulen in Iowa City

BÜCKEBURG/STADTHAGEN. Seit über 20 Jahren besteht der Austausch mit Iowa City, gemeinsam organisiert vom Adolfinum Bückeburg und dem Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) in Stadthagen. Nun hieß es für die Schülerinnen und Schüler Abschied zu nehmen.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 22.06.2017 um 18:20 Uhr

Deutsch-amerikanischer Schüleraustausch: Wehmütige Stimmung im WBG zum Abschied. Foto: vhs

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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BÜCKEBURG/STADTHAGEN.„Im Durchschnitt nahmen 15 Schülerinnen und Schüler der beiden Gymnasien an diesem Austausch teil, der bisher alle zwei Jahre stattfand. Das macht, über die Jahre gerechnet, über 300 Schüler“, bilanziert Gesine Vespermann, Englischlehrerin am Adolfinum.

Mehr als 150 amerikanische Schüler hätten den „German Way of Life“ in einer gemütlichen Kleinstadt kennengelernt. Die deutschen Schüler hätten nicht nur aus Filmen Einblick in das amerikanische High School Leben. Staunend sei immer wieder die architektonische Wunderwelt der Metropole Chicago bewundert worden. Und die Gäste aus den USA haben regelmäßig nicht nur die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover als Markenzeichen des Nordens in Augenschein genommen.

Weitaus wichtiger allerdings sei die persönliche Verbindung, die Beziehung zu Menschen aus dem Partnerland, betont Vespermann. Dass man sich fremd werden kann, zeigt die Gegenwart. So richteten sich viele Fragen deutscher Schüler bei der Vorstellung der Vereinigten Staaten durch Gastschüler auf den gegenwärtigen US-Präsidenten Donald Trump und dessen Politik. Gerade bei drohender Entfremdung kann die Einschätzung der Bückeburger Pädagogin, die selbst einige Jahre in Großbritannien verbracht hat, sicherlich Geltung beanspruchen: „Man entwickelt ein Verständnis für andere Kulturen und damit eine Offenheit, die nur entstehen kann, wenn man selbst einmal Fremder war.“

Für das Bückeburger Gymnasium geht der deutsch-amerikanische Schüleraustausch weiter. Eine Gruppe des Adolfinums wird bereits im März 2018 die River Bluff High School in Lexington (South Carolina) besuchen. Der Rhythmus bleibt gleich, aber die Organisation auf Schaumburger Seite wird vereinfacht. Auf Bückeburger Seite ist auch weiterhin Rosita Goecke an der Durchführung beteiligt. Mit der Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit, so hofft man nicht allein in der Fachschaft Englisch, wüchsen auch die Spielräume für internationale Partnerschaften. Über mangelnde Nachfrage in Sachen USA war allerdings schon bisher nicht zu klagen. Nun steht die doppelte Zahl an Plätzen zur Verfügung.




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