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Zum Geschenke-Kauf auf dem Weihnachtsmarkt - ein kleiner Test / Handwerkliches preiswert

Weihnachtsfreude für zehn Euro zu haben?

Bückeburg. Hohe Preise, ungezügeltes Vordringen der "Fressbuden" und Glühweinstände - nicht jeder Weihnachtsmarkt hält, was er verspricht. Wir haben in Bückeburg getestet - was gibt es auf dem Markt für zehn Euro an Geschenken zu kaufen ?

veröffentlicht am 11.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

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Glühwein- und Gewürzduft liegt in der Luft, es riecht nach Crepes und Bratwurst. Stollen, Schmalzkuchen, Pizza - die Besucher, die den Weihnachtsmarkt von der Schulstraße aus betreten, sehen sich von den vielen Imbiss-Ständen umlagert. Das Vordringen der "Futterstände" gefällt nicht allen Gästen - der Marktcharakter leidet, meinen viele: "Eigentlich möchte ich hier Geschenke für meine Großeltern kaufen, aber es gibt nur wenige Stände, an denen man so etwas bekommen kann," meint Christina Lüers aus Hannover, während sie zwischen Häkeldecken und Wollstrümpfen kramt. Das Ungleichgewicht zwischen Imbiss- und Handwerksständen hat sie auch schon auf anderen Weihnachtsmärkten beobachtet: "Nur was zu Essen kriegt man überall." Dass die Weihnachtsgastronomie Platz erobert, ist allerdings auch kein Wunder - an Geschenkartikeln lässt kaum verdienen. "Das hier ist ein Hobby; was man reinsteckt kriegt man nicht wieder raus," berichtet Händlerin Ramona Topel und beugt sich über ihre filigranen Holzarbeiten. Seit Jahren ist sie hier vertreten, 2005 gewann sie sogar den ersten Preis für den schönsten Stand - Geld in die Kasse bringt das aber nicht: "Die Portemonnaies der Leute bleiben zu," erklärt die Scheierin. Weil auf Deutschlands Märkten immer weniger ausgegeben wird, haben sich die verbliebenen Kunstgewerbler auf die neue Sparsamkeit eingestellt - viele der oft handgemachten Bastelarbeiten sind wirklich preiswert. Einige Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Die Windlichter und Weihnachtsmänner von Barbara Neumann. Bei der Rintelnerin kostet kein Artikel mehr als unsere zehn Euro: "Wir bieten nur noch Erschwingliches an!" Tatsächlich kann man an der Langen Straße noch richtige Geschenke-Schnäppchen machen. Wer noch ein Präsent für die Enkel sucht, findet zum Beispiel am "Teddybären"-Stand von Birgit Langhorst Passendes. "Die flauschigen Rentier-Lesezeichen für 4,50 Euro oder die nicht viel teureren Teddybär-Bilderrahmen sind der Renner," erzählt die Geschäftsfrau aus Minden. Einige Meter weiter hat Ramona Topel genau das richtige Mitbringsel für die Eltern. Ihre fein gesägten Baumkrippen bekommt man für acht Euro; Holzhänger gibt es sogar schon für 1,50 Euro das Stück. Damit auch die Oma nicht zu kurz kommt, sollte man vielleicht noch bei Karin Bradt und Edith Böhm vorbeischauen: Kerzenständer kosten ab 3,50 Euro aufwärts.

3 Bilder
Barbara Neumann mit ihren Kindern Julia, Jennifer und Denise empfiehlt Holzarbeiten.



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