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Exzellente Reitkunst, prunkvolle Kostüme und originelle Überraschungen: Hofreitschule entführt in eine Zauberwelt

Weihnachtsgala rührt die Herzen der Zuschauer

Bückeburg (bus). Mit einer die Herzen rührenden Märchengeschichte, exzellenter Reitkunst, prunkvollen Kostümen und originellen Überraschungen haben die zwei- und vierbeinigen Künstler der Fürstlichen Hofreitschule am Wochenende zahlreiche von nah und fern angereiste Besucher in ihren Bann gezogen. Die von viel Beifall begleitete Weihnachtsgala entführte ihr Publikum in eine christfestliche Zauberwelt, die einmal mehr die große Könnerschaft der Akteure belegte.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Im Mittelpunkt der Vorstellung stand das Schicksal der jungen Mona (Mona Pauli), die seit dem Tod ihrer Eltern bei der Oma (Miriam Heinze) auf einem Gestüt lebt und nun zu ihrem Onkel (Jens Wassermann ) in die Stadt ziehen soll. „Mit Mona wollen wir bangen, lachen und weinen und am Ende hoffentlich viel Spaß gehabt haben“, begrüßte Hofreitschuldirektorin Christin Krischke das Auditorium. Allerdings entpuppte sich der Onkel, wie es in Märchen eben ab und zu passiert, als geldgieriger Tunichtgut und Kinderhasser, der nicht davor zurückscheut, Bewohner seines Mietshauses einen Tag vor Heiligabend samt kleinem Baby vor die Tür zu setzen.

Mona, „die kleine Rotzgöre“, will er in ein Kinderheim und später ins Internat stecken. „Ich weiß doch, dass Du nur an mein Erbe ran willst“, gibt das gewitzte Mädchen dem Onkel unmissverständlich zu verstehen. Empfiehlt dem Oheim aber gleichzeitig, sich mit der Oma auszusprechen. Diese kämpft wie eine Löwin um ihr Enkelkind. Schließlich - auch das ist im Märchen bekanntlich nicht ungewöhnlich - finden die drei einen Weg, die Zukunft auf dem Gestüt in einem nestwarmen Zuhause gemeinsam zu gestalten. „Ich bin die ganze Zeit von mir selbst davon gelaufen“, erkennt der Onkel.

Jens Wassermann stellte nicht nur den (eine Spur zu plakativ angelegten) Tunichtgut dar, sondern fungierte auch als Autor des Stückes; Miriam Heinze zeichnete für die künstlerische Leitung verantwortlich. Im Zusammenspiel mit der (hinreißend agierenden) elfjährigen Mona Pauli gelang ihnen eine entzückende Inszenierung, die verdientermaßen mit reichlich Applaus belohnt wurde. Heinze verstand es darüber hinaus, Schauspiel und Gesangsparts geschickt mit den Reitkunstvorführungen zu verknüpfen. „Ein echtes Dream-Team“, meinte Krischke, „extrem professionell und mit viel Einfühlungsvermögen ausgestattet.“ Trotz kurzer Probezeit hätte das Trio „ein wirklich wahnsinnig schönes Stück auf die Beine gestellt“.

Selbstredend kam den Pferden und Reitern eine zumindest gleichermaßen wichtige Rolle wie den Mimen und Sängern zu. Die Zuschauer freuten sich über etliche neu einstudierte Choreografien. Mal tobte eine niedliche Pippi Langstrumpf ausgelassen durch die Manege, ein anderes Mal stoben tollkühne Horden umher und ein weiteres Mal glitt ein faszinierendes Engelquartett über den Reithallenboden. Reminiszenzen an mongolische, mittelalterliche und zaristisch-russische Reiter sowie ein „gespiegelter“ Ritt, ein Hundetrio auf der Jagd nach Luftballons, ein ballspielendes Pony und Flugvorführungen eines ausgewachsenen Greifvogels komplettierten das rundum gelungene Programm.

Termine der Weihnachtsgala: 22. und 23. Dezember sowie vom zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, bis Sonntag, 30. Dezember. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15 Uhr und dauern etwa 75 Minuten. Karten gibt es telefonisch unter der Rufnummer (0 57 22) 89 83 50 oder im Internet unter der Adresse www.hofreitschule.de.




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