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Diskussionüber Kriegsgräberfürsorge in der Herder-Schule / "Talk für Toleranz"

"Weiße Runde": Einmal pro Jahr ein Kranz - das reicht nicht aus

Bückeburg (bus). Die Bückeburger Herder-Schule ist dieser Tage Zwischenstation der "Weißen Runde" gewesen. Das von Matthias Horndasch moderierte Format kümmert sich unter dem Motto "Prominente im Talk für Toleranz" um die politisch-soziale Bildung sowie um Gewalt- und Extremismusvorbeugung. Horndasch sprach vor den zehnten Klassen der Realschülerschaft mit Roland Behrmann, Geschäftsführer des niedersächsischen Landesverbandes vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürso rge.

veröffentlicht am 05.07.2008 um 00:00 Uhr

Die "Weiße Runde" - am Unterwallweg wurde die 86. Ausgabe aufgezeichnet - zählt zahlreiche öffentliche und private Institutionen zu ihren Unterstützern. Die Staatskanzlei und das Ministerium für Inneres, Sport und Integration gehören ebenso dazu wie das Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie regionale Radio- und Fernsehsender. In den öffentlichen Veranstaltungen werden jeweils 60 Minuten live mitgeschnitten, die zeitversetzt zur Ausstrahlung kommen. Der Bückeburger Mitschnitt ist darüber hinaus von Montag, 21. Juli, im Internet-TV (www.die-weisse-runde.de) zu sehen. Seine Gäste, gibt der Moderator zu verstehen, ermöglichten durch engagiertes, nichtkommerzielles Mitwirken im ausführlichen Gespräch über private und berufliche Erfahrungen, Eindrücke und Meinungen eine nachhaltige Vermittlung demokratischer und menschlicher Werte. Das Gespräch in der Herder-Schule drehte sich vor allen Dingen um Sinn und Ziel der Kriegsgräberfürsorge. Behrmann stellte die nach wie vor gegebene Aktualität der Fürsorge heraus. "Das Familiengedächtnis wird abgelöst vom kollektiven Gedenken", erläuterte der Volksbund-Vertreter. Alles in allem geriet der Dialog dermaßen facetten- und aufschlussreich, dass während der anschließenden Möglichkeit zur Diskussion lediglich eine einzige Frage (nach der Einstellung des Moderators zur Wehrpflicht) offen blieb. Horndasch verneinte, einen abwertenden Eindruck erweckt haben zu wollen. Jan-Friedrich Richter und Ingmar Everding, die als Schüler respektive ehemaliger Schüler auf die Bühne gebeten wurden, verliehen der Runde zusätzliche Akzente. "Gedenken muss auch aktiv sein", unterstrich Everding. Es reiche nicht aus, nur einmal pro Jahr einen Kranz an einem Denkmal niederzulegen. "Aktive Arbeit", fügte Jan-Friedrich Richter bezogen auf vom Volksbund angebotene sogenannte Work-Camps an, "festigt die menschlichen Verbindungen."




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