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Immerhin wird es deutlich kälter / Chancen auf Schnee im Schaumburger Land ab Januar

Weiße Weihnacht bleibt wohl Wunschtraum

Reinhard Zakrzewski

veröffentlicht am 18.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Landkreis. Knapp eine Woche vor Weihnachten zeichnet sich ein stabiler Trend zum Festtagswetter ab. Danach bleibt der Traum von einer weißen Weihnacht im Schaumburger Land wieder einmal unerfüllt. Schuld daran ist ein umfangreiches Hochdruckgebiet vor Westeuropa, das sich nach Mitteleuropa verlagert und Niederschlagsgebiete von uns fern hält. Der besonders in den Hochlagen des Harzes möglicherweise fallende Schnee könnte über die Feiertage liegen bleiben. Ob sich das Thermometer zum Christfest bei schwachen westlichen Winden mehr im Plusbereich bewegt, oder sich mit Kaltluftzufuhr aus Osten sogar leichter Dauerfrost einstellt, hängt von der Lage der Hochdruckachse ab. Schneefälle sind jedenfalls nicht in Sicht. Richtig weiße Weihnachten mit einer geschlossenen Schneedecke von Heiligabend bis zum zweiten Feiertag treten im Schaumburger Land je nach Höhe durchschnittlich nur ein- bis dreimal in zehn Jahren auf. Seit 1960 konnte "Frau Holle" die hohen Anforderungen mit Schnee in allen Höhenlagen über drei Tage nur siebenmal erfüllen. Zuletzt Weihnachten 2000, als die weiße Pracht auch in den Tälern der Region bis zu zehn Zentimeter hoch lag. Das winterlichste Christfest der vergangenen 46 Jahre erlebten wir 1981. Damals konnte der Weihnachtsmann durch 15 Zentimeter tiefen Schnee überall perfekt mit dem Schlitten vorfahren. Bemerkenswert: In den 1970-er Jahren gab es in den Niederungen des Schaumburger Landes, abgesehen von Schneeresten, nicht einen einzigen weißen Weihnachtstag. Bislang machten die starken Westwinde jede Hoffnungen auf Winterfreuden zunichte. Doch das könnte sich nun ändern. Zunehmend hoher Luftdruck über Mittel- und Osteuropa drängt die atlantischen Tiefdruckgebiete immer mehr nach Norden ab, so dass sich die Luft allmählich auf winterliche Werte abkühlt. Ob die derzeitige Umstellung der Großwetterlage schon die große Wende ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird Schnee bis zum Jahreswechsel wahrscheinlich Mangelware bleiben. Hoffnung auf mehr Weiß macht der gewöhnlich gut informierte englische Wetterdienst: Er rechnet in seiner Jahreszeitenvorhersage im Januar und Februar mit vermehrten Kaltlufteinbrüchen aus Skandinavien und Osteuropa. Fazit: Auf eine zünftige Schlittenpartie werden wir auch in diesem Winter wohl nicht verzichten müssen.




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