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Stadtverwaltung legt Prioritätenliste für Nachausbauten vor / Noch keine Beschlussempfehlung

Welche Straßen sind bis zum Jahr 2016 dran?

Stadthagen (jl). Noch keine einheitliche Linie hat der Bauausschuss des Rates für die Straßennachausbauten im Zeitraum 2012 bis 2016 gefunden. Die Stadtverwaltung hat einen nach Quartieren gegliederten Prioritätenkatalog vorgelegt. Weil die SPD/FDP-Gruppe noch Diskussionsbedarf hat, wurde die Abstimmung vertagt.

veröffentlicht am 06.10.2008 um 00:00 Uhr

Auf der Liste der Verwaltung tauchen vornehmlich Straßen auf, die aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts stammen. Vor allem sind es solche, deren Gehwege voller Stolperfallen sind, deren Gossensteine eine Gefahr für jeden Autoreifen darstellen, und deren Seitenstreifen im Winter nur schwer zu pflegen sind, weil sie aus Schotter bestehen. Dazu kommen in der Regel Fahrbahnen, die sich oft in Selbstauflösung befinden. Ein weiterer Faktor sind marode Kanalisationen. Die Verwaltung hat für die Dringlichkeitseinstufung Quartiere gebildet, sprich: Straßen nach Wohngebieten zusammengefasst, die nach dieser Logik auch möglichst zeitlich zusammenhängend saniert werden sollen. "Es ist vernünftig, sich zu konzentrieren", argumentierte Bauamtsleiter Manfred Fellmann. So etwas verkürze zudem die Bauzeiten und vereinheitliche das Aussehen der Straßen. Beginnen möchte die Verwaltung 2012 mit der Brandenburger Straße und dem Dammweg, weil dort die Sanierung der Kanalisation drängt. 2013 wäre die Wiesenstraße dran; 2014 die Kornstraße, Bohnenstraße, Feldstraße und Im Stadtfelde; 2015 der Uhlenbruch in Wendthagen und die Sophienstraße; 2016 die Marien- sowie Luisenstraße. Später müssten Annaweg und Hedwigstraße folgen. Kosten soll das Paket ohne die beiden letztgenannten Straßen 2,2 Millionen Euro. Diese Prioritätensetzung könnte sich noch einmal ändern, weil unter anderem die SPD/FDP-Gruppe Diskussionsbedarf angemeldet hat. Es sei erfreulich, dass die Mehrerträge aus der Grundsteuer B "hier zum Einsatz kommen", merkte Gruppensprecher Karsten Becker an. Für ihn sei jedoch die Quartier-Einteilung nochnicht schlüssig. Es seien auch andere Kriterien für die Bestimmung von Reihenfolgen bei der Sanierung denkbar. "Es könnte sein, dass wir zu anderen Folgerungen kommen." Wenn schon diskutiert werde, meldete sich Heiko Tadge für die CDU/BfS, dann gelte es zu überlegen, dass der Uhlenbruch nicht unbedingt vor den "Damen"-Straßen saniert werden müsse. Dort gebe es weniger Verkehr als im "Damenviertel". "Ich kann ihre Argumente nachvollziehen", meldete sich Bauamtsleiter Manfred Fellmann. "Es hat ja noch Zeit", meinte Richard Wilmers (Grüne/WIR).




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