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„Habicht“-Nachbauten im Formationsflug bei abwechslungsreichen Luft-Sport-Tagen

„Weltweit außergewöhnliches Ereignis“

Bückeburg. Jede Menge Abwechslung rund ums Fliegen haben die „Luft-Sport-Tage Bückeburg“ ihren Besuchern am Wochenende geboten. Die vom Luftsportverein Bückeburg-Weinberg (LSV) organisierte Veranstaltung führte im Bereich der Segelflugzeuge rund 25 sogenannte manntragende Exemplare und etwa die gleiche Zahl Modellsegler zusammen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Extras zu bestaunen. „Diesmal passt alles prima zusammen“, lautete das Fazit von Thilo Zahn, der beim LSV für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

veröffentlicht am 24.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:41 Uhr

„Wir können Top-Leute, Top-Flugzeuge und Top-Modelle präsentieren“, ergänzte Bernd Vogt, der die „Tage“ als fachkundig plaudernder Moderator mitgestaltete. „Das bekommen Sie so schnell nicht wieder zu sehen“, begleitete er beispielsweise einen Formationsflug von zwei „Habicht“-Nachbauten. Zwei „Habichte“ nebeneinander am Boden und vor allen Dingen in der Luft bestaunen zu können, stelle ein weltweit außergewöhnliches Ereignis dar.

Die Piloten der seltenen Segelflugzeuge, Christoph Zahn und Josef Hecker, teilten im anschließenden Interview Vogts Begeisterung. „Das war einfach ein Wahnsinnsbild“, meinte Zahn, der im Laufe der Veranstaltung das Publikum mit mehreren atemberaubenden Kunstflugvorführungen verblüffte. „Nur schade, dass niemand neben uns hergeflogen ist und die Aktion gefilmt hat.“ „Das war in der Tat ein faszinierendes Erlebnis“, meinte Hecker.

Ansonsten reichte das Angebot vom ausgewachsenen Doppeldecker und Bundeswehr-Hubschrauber über das weltweit größte Segelflugmodell „Austria Elefant“, das fliegende Denkmal „Ka 8“ und Düsenjet-Nachbauten bis hin zu Heißluftballons, einem Gyrocopter und einem „Grunau-Baby“. Das „Baby“ wurde wie in den 1930er Jahren per Gummiseilstart in die Lüfte befördert, knapp 20 Helfer brachten den Segler in Schwung. „Die Piloten erhalten nach dem Flug einen der begehrten „G“-Stempel“, erläuterte Vogt. Wobei das „G“ für Gummiseilstart steht.

Die Luft-Sport-Tage lockten zahlreiche Besucher auf das Gelände des Luftsportvereins. bus (2)

Wesentlich schneller als bei dem von Manneskraft in die Luft beförderten „Baby“ ging der Start der ultraleichten Elektromodelle vonstatten. „Die flotten Flitzer verfügen über eine Steigrate von bis zu 90 Metern pro Sekunde“, wusste der Moderator zu berichten.

Gäste, die es etwas geruhsamer mochten, konnten Oldtimer-Traktoren in Augenschein nehmen oder eine Vorführung der Fürstlichen Hofreitschule verfolgen. Die Reiter kamen allerdings nicht hoch zu Ross, sondern mit einem Falken im Gepäck. Der Vogel beeindruckte die Besucher beinahe noch mehr als die von Menschenhand gebauten Flugzeuge.

Bleibt anzumerken: Am späten Samstagabend stattete der Bundesvorsitzende der FDP, Philipp Rösler, den Luft-Sport-Tagen einen Besuch ab. „Rösler hat am Bückeburger Gymnasium Adolfinum sein Abitur gemacht und bei mir das Segelfliegen gelernt“, erhellte Thilo Zahn den Hintergrund der circa einstündigen Stippvisite. Zu dieser Zeit stand der sonntägliche Absturz der Liberalen bei der Bundestagswahl noch nicht in Aussicht.bus




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