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TV Eiche Winzlar feiert 100-jähriges Bestehen mit einem Kommersabend und Vorführungen

Weniger Jugendliche: Vereinsnachwuchs fehlt

Winzlar (ade). Vom eigentlichen Vereinssinn, gemeinsam zu turnen, sind lediglich der Name und zwei Gymnastikgruppen übrig geblieben. Lebendig und sportlich ist das Vereinsleben beim TV Eiche Winzlar aber auch 100 Jahre nach seiner Gründung noch. Zum Jubiläum plant der Turnverein am Freitag und Sonnabend, 20./21. August, ein Fest für seine Mitglieder, für Freunde und Gäste.

veröffentlicht am 28.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:42 Uhr

Mit einem Kommersabend im Zelt auf dem Platz des Winzlarer Dorfgemeinschaftshauses am Freitag, 19 Uhr, beginnt die Jubiläumsfeier. Nach Reden, Ehrungen und Grußworten sollen die Gäste beim Tanzen in Bewegung kommen dann wird DJ Bernd Musik durch das Zelt schallen lassen.

Für Sonnabend sind von 14 bis 17 Uhr Vorführungen der Vereinssparten bei Kaffee und Kuchen geplant. Wer mag, kann sich um 19.30 Uhr zum gemeinsamen Essen im Zelt niederlassen. Essenmarken werden im Vorfeld bei Hilde Homeyer und dem Vereinsvorstand für zehn Euro ausgegeben. Anschließend ist erneut ein Tanzabend in Sicht, die „RT Combo Band“ wird aufspielen und der Eintritt ist für alle Gäste frei.

31 Winzlarer Männer waren es 1910, die den TV Eiche gründeten. Der Anstoß dazu kam vom Lehrer des Ortes, er wurde auch der erste Vorsitzende und Turnwart. Rund 16 Jahre lang war der einzige Vereinszweck das Turnen, 1926 wurde Fußball als Sparte aufgenommen. Heute stellen die Fußballer die größte Sparte des Vereins. Von der F-Jugend bis zu den Altherren wird in Winzlar gekickt. Doch auch das Turnen ist nicht ganz vergessen worden, zwei Gymnastikgruppen sind immer noch aktiv. Darüber hinaus trainieren in der kleinen Sporthalle im Dorfgemeinschaftshaus Kinder und Erwachsene Taekwondo, zwei Stockwerke darüber arbeiten Theatergruppen an Inszenierungen.

Was den Verein auszeichne, sagt der Vorsitzende Dieter Winkelhake, das sei die Kameradschaft. Sein Stellvertreter Herbert Haase erzählt von den Segeltouren, die die Altherren in jedem Jahr machen. Was beide bedauern, ist, dass der demografische Wandel auch vor ihrem Sportverein nicht haltmacht. Immer weniger Jugendliche im Ort machten es schwer, Mannschaften zusammenzustellen. Er kämpfe für Stadtmannschaften, sagt Winkelhake. Wenn mehrere Vereine gemeinsam arbeiteten, könnten zwei Mannschaften je Klasse gemeldet werden.

Neben der Zukunftsmusik wird beim Jubiläum der Rückblick auf die Vereinsgeschichte im Vordergrund stehen. Bis es so weit ist, gilt es aber noch vieles zu organisieren. Die helfende Hand, auf die sich Winkelhake und Haase dabei stets verlassen können, ist die Ehefrau des Vorsitzenden, Erika Winkelhake. Wie etliche andere ist es ihr ein Anliegen, den TV Eiche Winzlar als lebendigen Verein zu erhalten.




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