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Grenzland-Rassegeflügelschau lockt erneut Fachpublikum in die Hallen des Busreiseunternehmens Kelder

Weniger Tiere, aber großes Interesse

Berenbusch. Gleichbleibendes Züchterinteresse, aber deutlich weniger Ausstellungstiere – das ist die Quintessenz der diesjährigen Grenzland-Rassegeflügelschau in Berenbusch-Nordholz. Zum zwölften Mal konnte der veranstaltende Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg dazu auf die für diese Zwecke geradezu optimalen Hallen des Busreiseunternehmens Kelder zurückgreifen. Mittel- und langfristig dürfte sich diese Möglichkeit, die der Rassegeflügelzuchtverein im Jahr 2002 nach seinen bisherigen Ausstellungen im Zelt am Eveser Sportplatz erstmals beim Schopfe ergriff, zu einem der größten Glücksfälle in der mittlerweile über 125-jährigen Geschichte des Vereins entwickelt haben.

veröffentlicht am 05.11.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:41 Uhr

Dass die Zahl der ausgestellten Tiere mit 470 Hühnern, Gänsen, Tauben und Enten gegenüber dem Vorjahr mit mehr als 600 so deutlich zurückfiel, macht dem Vereinsvorsitzenden Manfred Dralle indes wenig Kopfzerbrechen. Grund sei keinesfalls ein nachlassendes Interesse an der Grenzland-Schau, so Dralle bei der offiziellen Eröffnung, ganz im Gegenteil: „Wir haben sogar gegenüber letztem Jahr fünf neue Aussteller hinzugewonnen.“ Die zurückgegangene Tierzahl sei schlicht auf eine terminliche Überschneidung mit mehreren großen, überregionalen Geflügelschauen im Bereich Ostwestfalen und Hameln zurückzuführen, welche viele Züchter veranlasst habe, den Großteil ihrer Tiere dort auszustellen. Dralle: „Dadurch konnten wir hier einmal richtig durchatmen und die Käfigreihen weniger eng gruppieren als letztes Jahr.“

Besonders positiv werteten der Vereinsvorsitzende und der Schirmherr der Geflügelschau, Ortsbürgermeister Horst Schwarze den Umstand, dass die Jugendgruppe des Vereins wieder mit gleich hoher Tierzahl vertreten war. Befürchtungen, dass die Zahl von Züchtern und Ausstellungstieren generell in den nächsten Jahren auf der Grenzlandschau zurückgehen könnte, seien daher unbegründet.

Ganz so positiv wollte Wilhelm Struckmann, Kreisvorsitzender der Schaumburger Rassegeflügelzüchter, die Zukunft nicht sehen: „Insgesamt wird es nahezu überall weniger, da können wir uns drehen und wenden, wie wir wollen“, konstatierte er mit Blick auf die Gesamtsituation der Rassegeflügelzucht in Deutschland. Für Bürgermeister Reiner Brombach gilt da das Prinzip Hoffnung: „Wir wünschen allen heimischen Geflügelzuchtvereinen, dass Sie die Überalterung in den Griff kriegen.“

Dieses Prachtexemplar von einem Hahn hat die Besucher der Rassegeflügelschau beeindruckt.

Ein kleines Geburtstagspräsent in Form einer Marzipantorte mit einer „60“ darauf gab es für die Hausherrin, Kelder-Chefin Christiane Fründt, und Senior-Chef Augustinus Mars. Der Grund: Das Busreiseunternehmen mit Sitz am Mittellandkanal, das dem Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg seit 2002 seine Hallen für dessen Grenzland-Schau zur Verfügung stellt, kann in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Bestehen zurückblicken. Senior-Chef Augustinus Mars bedankte sich dafür mit warmen Worten bei den Rassegeflügelzüchtern: „Ihr seid für uns wie eine große Familie.“ jp




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