weather-image
20°
×

In zehn Tagesetappen bis ans Ziel: Gegenbesuch in der französischen Partnerstadt Sablé sur Sarthe

Wenn das keine Freundschaft ist: 1200 km mit dem Rad

Bückeburg/Sablé (kk). 1200 Kilometer in zehn Tagen – nicht schlecht für eine Gruppe von Freizeitradlern. Auf die Bewältigung dieser Strecke sind die fünf Bückeburger zwar stolz, doch der eigentliche Grund ihrer Fahrradtour war nicht das „Kilometer-Abreißen“: Sie wollten Kontakte mit französischen Freunden pflegen – Ziel der Herbstferientour war darum auch Bückeburgs Partnerstadt Sablé. Michael und Diemut Stoewer, Barbara Friedland, Ulrich und Julius David erwiderten einen Besuch von französischen Radlern in Bückeburg.

veröffentlicht am 28.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:21 Uhr

„In der Gruppe haben wir das toll hinbekommen,“ berichtet Michael Stoewer nach der Rückkehr aus Frankreich. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Wir hatten aber auch viel Rückenwind“. Sonst wäre die Tour mit vollem Gepäck auf dem Fahrrad sicherlich nicht so leicht von der Pedale gegangen. Im Gegensatz zu ihren französischen Freunden ist Radfahren für die Bückeburger nämlich nur eine (liebe) Nebenbeschäftigung. Die Franzosen dagegen, meist rüstige Rentner, trainieren regelmäßig, sind flott auf ihren Rennrädern unterwegs und absolvieren einen „Ausflug“ nach Bückeburg fast mit links.

Umso erfreuter waren sie, dass die Bückeburger ihr Versprechen eines Gegenbesuchs in den Herbstferien tatsächlich wahr gemacht hatten und nach zehn Tagen auf dem Drahtesel wohlbehalten in Sablé ankamen. Als Dank gab es einen gastfreundlichen Empfang und noch zwei tolle Tage mit buntem Programm für die Bückeburger. „Das war fast anstrengender als die Fahrt,“ erinnert sich Stoewer. Die Gastgeber waren den Bückeburgern auf der letzten Etappe sogar entgegengefahren.

Vorausgegangen waren zehn Tagesetappen von 80 bis 160 Kilometer Länge, übernachtet wurde in Jugendherbergen und Gästezimmern. „Wir waren da ganz flexibel,“ berichtet Stoewer über eine Tour, bei der es außer ein paar „Platten“ keine Probleme gab. Über Münster, Venlo und Lüttich führte der Weg südöstlich im Bogen an Paris vorbei. Schöne Landschaften wechselten sich mit eher tristen Gegenden ab. Doch das war kein Problem für die Gruppe: Die wollte in erster Linie ankommen – und das schweißt zusammen.

Unterstützt wurde die Reise auch von der Stadt Bückeburg: Den Rückweg traten die Radler nämlich im städtischen Kleinbus an, den Wilhelm Klusmeier nach Frankreich gefahren hatte. Mit an Bord: Bilder und Plastiken für eine Bückeburger Kunstausstellung, die demnächst in der Partnerstadt eröffnet wird.

Und was bleibt? Viele tolle Erlebnisse, das gute Gefühl, gemeinsam eine große Aufgabe bewältigt zu haben und ein (noch etwas vages) Versprechen: Als Nächstes möchten die Radler die Tour nämlich gemeinsam mit ihren französischen Freunden bewältigen – vielleicht 2011 zum 45-jährigen Partnerschaftsjubiläum.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige