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Heilpraktikerin referiert bei Landfrauen

Wenn der Körper von der geschundenen Seele spricht

Todenmann (la). In der alten medizinischen Heilkunst ist das Wissen tief verankert: Es gibt ein vitales Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist. Die Hausärzte im ländlichen Raum haben die Patienten in ihrem Umfeld wahrgenommen, in ihrer Familie, ihrer beruflichen und finanziellen Situation, in ihrer Wohnung und in ihren Lebensgewohnheiten. Nach einem Hausbesuch haben sie gewusst, zumindest geahnt, was einem zum Beispiel „auf den Magen geschlagen war“.

veröffentlicht am 03.05.2010 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:42 Uhr

Dr. Ludmilla Huber, Heilpraktikerin aus Bad Gandersheim, sagte im Rahmen eines Frühstücks, das die Landfrauen aus dem Verein Rinteln-Hessisch Oldendorf im Gasthaus „Zur Linde“ in Todenmann organisiert hatten: „In der modernen Medizin hat sich etwas verändert. Ärzte haben in ihren Spezialgebieten Fortschritte gemacht, über die wir nur staunen können, die ein Segen sind. Verloren gegangen ist häufig, den Menschen in seinen Zusammenhängen zu sehen, mit Körper, Seele und Geist.“ Und auch beim Patienten habe sich etwas verändert. Viele gingen heute mit der Haltung zum Arzt: „Da ist etwas nicht in Ordnung, ich möchte, dass es schnell wieder repariert wird.“

Sympathisch und kompetent lud die Referentin ein, auf die innere Stimme zu hören, auf den „inneren Arzt“. „Lebensumstände und Denkgewohnheiten können zufrieden sein lassen oder sie können überfordern und krank machen“, so die Heilpraktikerin. Beziehungen könnten wohl tun oder voller Konflikte stecken, die sich im Körper manifestierten. „Angst, Trauer, Eifersucht, Aggression möchten nicht verdrängt, sondern angenommen und verarbeitet werden“, so Huber. Es gelte, ehrlich zu fragen: Wie behandle ich mich selbst und wie lasse ich mich behandeln?

Vorstandsmitglied Gisa Radler dankte Dr. Ludmilla Huber, dass sie die Landfrauen für das Thema sensibilisiert hat.




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