weather-image
15°
×

Pestalozzischule begrüßt neue Förderschulrektorin Annemarie Näfe

"Wenn der Wind des Wandels weht"

Rinteln (cok). "Sie müssen keinen Schatz mehr suchen - wir sind jetzt ihr Schatz", so begrüßte eine Schülerin der Pestalozzischule Rinteln die neue Rektorin Annemarie Näfe. Am Montag wurde die als Förderschulrektorin bereits langjährig erfahrene Sonderschulpädagogin offiziell in ihr neues Amt eingeführt.

veröffentlicht am 22.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

1951 in der Grafschaft Bentheim geboren, studierte sie in Hannover auf das Lehramt an Volksschulen, fand dann aber eherüberraschend einen Platz an der Kreissonderschule in Bad Nenndorf und entdeckte, dass die Arbeit mit lernbehinderten Kindern ihr besonders gut lag. So schloss sie ein Studium der Sonderpädagogik an und war schließlich im Landkreis gut bekannt als Lehrerin, die neugierig die verschiedenen Förderschulen kennenlernte, bei Weiterbildungen und Tagungen präsent war und schließlich 16 Jahre lang die Schule in Bad Nenndorf leitete. Schulamtsdirektor Landfester würdigte Annemarie Näfes Mut, in einer Zeit großer schulischer Veränderungen den persönlichen Aufgabenbereich zu wechseln und erzählte, dass sie für ihre Examensarbeit das Thema der Integration von behinderten Kindern in die Regelschule gewählt hatte, damals eine eher abwegige Angelegenheit und heute ein hochaktueller Diskussionsstoff, der den Förderschulen für die Zukunft radikale Änderungen bringen wird. Kreisrätin Eva Burdorf begrüßte die neue Rektorin mit spürbarer Sympathie als eine kreative, kritische, gleichwohl immer nach gemeinsamen Wegen suchende Rektorin, und Stadtrat Jörg Schröder freute sich mit ihr, dass sie es in der Pestalozzischule mit Schülerinnen und Schülern zu tun haben würde,die schon oft in der Stadt mit ihren Aktionen gezeigt hätten, was sie können. Manfred Asche nahm die neue Rektorin mit würdigenden Begrüßungsworten im Kreis der Rintelner Schulleiterinnen und Schulleiter auf und Personalvertreterin Ingrid Steuber tat ähnliches sehr bewegt für das Pestalozzi-Kollegium. Annemarie Näfe, die mit Humor und Schlagfertigkeit die kleinen Begrüßungsspiele der Schüler mitgemacht hatte und beeindruckt war von deren Präsentation des Schillergedichtes "Der Schatzsucher", betonte, dass ihr die aktuellen Herausforderungen rund um die Integration lernbehinderter Kinder in die Regelschule durchaus bewusst seien. "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen", zitierte sie einen bekannten Spruch und ließ keinen Zweifel daran, dass ihr die Windmühlen weit mehr liegen als die Mauern.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige