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Was Vierbeiner mit etwas Training alles lernen können / Tipps – und ganz viel Sport

Wenn Hunde Menschen hüten

KLEINENBREMEN. Hundesport ist tierisch angesagt. Kein Wunder, denn davon profitiert auch der Mensch. Das Ziel ist größtmögliche Harmonie. „Als Mensch bekommt man eine engere Beziehung zum Tier“, erklärt Philip Sehr vom Verein der Hundefreunde (VdH) Porta Westfalica. Und der beste Freund des Menschen wird ruhiger. Gehorsam lernt der Hund obendrein. „Durch Hundesport ist er umgänglicher im Alltag“, fügt Ausbilderin Kirstin Held hinzu.

veröffentlicht am 08.06.2016 um 12:16 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:41 Uhr

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Speziell Hütehunde wie Border Collies oder Australian Shepherds können ohne Hundesport schnell auf dumme Gedanken kommen, weil sie nicht ausgelastet sind. „Als Sofahunde würden sie verkommen“, warnt Philip Sehr. „Hütehunde fangen dann an, Kinder oder Erwachsene zu hüten – und im schlimmsten Fall Autoreifen.“ Gemeint sind die Reifen fahrender Autos.

Am Wochenende beteiligte sich der VdH auf seinem Gelände nahe der Autobahnbrücke am bundesweiten Tag des Hundes. Besucher bekamen an diesem „Tag der offenen Tür“ einen Eindruck von verschiedenen Hundesportarten. Beim Rally-Obedience, gut geeignet für Anfänger, steht zum Beispiel der Spaß im Vordergrund. An den Stationen eines Parcours finden die Teilnehmer Schilder, auf denen steht, was zu tun ist. Hunde müssen zum Beispiel zeigen, ob sie die Kommandos „Sitz“ oder „Platz“ draufhaben. „Rally-Obedience ist für jeden Menschen geeignet, auch für ältere Leute und Behinderte“, wirbt Philip Sehr.

Beim Longieren, ebenfalls Sportart, wird mit Flatterband ein Ring abgesteckt, den nur der Mensch betreten darf, nicht der Hund. Letzterer muss den Kommandos auf Distanz folgen. So lernt der Vierbeiner, beim Spazierengehen ohne Leine zu gehorchen. Ältere Hundeführer und Menschen mit körperlichen Handicaps bekommen mehr Zeit für den Parcours.

Nächstes Beispiel: VPG-Hundesport, bestehend aus Fährtensuche, Unterordnung und Schutzdienst. Es geht darum, den Hund führen zu können. Um Missverständnissen vorzubeugen: „Scharf gemacht werden Hunde bei uns nicht“, betont Ausbilderin Vanessa Fischer. Stellen und verbellen ja - gebissen wird nicht.

Eher Dienst als Sport ist Mantrailing – Personensuche. Dafür hatte der VdH ein Team von „Spürhunde NRW“ gewonnen, dessen Tiere etwa bei der Polizei im Einsatz sind, um Menschen zu finden. Mantrailern kommt ihre hervorragende Spürnase zugute. Sie können die Geruchsmerkmale der gesuchten Person von allen anderen unterscheiden.

Tipps gab‘s zur Hundehaltung. Vanessa Fischer empfiehlt ein „gutes Gesamtpaket“ aus richtiger Ernährung, viel Bewegung und Beschäftigung für den Kopf. Aufs Sofa dürften Hunde nicht, und mit Kindern sollten sie nie allein gelassen werden. Allerdings müssen nicht nur Hunde Grenzen einhalten, „sondern auch Kinder“, so Kirstin Held. Beispiel: „Nicht an den Ohren ziehen, nicht das Futter wegnehmen, nicht stören, wenn der Hund im Körbchen liegt.“

Experte für die Fütterung ist Frank Mansfeld. Sein Tipp: „Nicht das billigste Futter nehmen. Dosenfutter sollte hochwertig sein.“ Mansfeld rät zu einem Mix aus 70 Prozent Frischfleisch und 30 Prozent Gemüse, das es auch als Komplettmenü gebe. Die tägliche Futtermenge sollte ungefähr drei Prozent vom Körpergewicht betragen. Entscheidend ist, wie viel Bewegung das Tier hat. Wer Hundesport macht, braucht mehr.

www.vdhportawestfalica.de

Speziell Hütehunde wie Border Collies oder Australian Shepherds können ohne Hundesport schnell auf dumme Gedanken kommen, weil sie nicht ausgelastet sind. „Als Sofahunde würden sie verkommen“, warnt Philip Sehr. „Hütehunde fangen dann an, Kinder oder Erwachsene zu hüten – und im schlimmsten Fall Autoreifen.“ Gemeint sind die Reifen fahrender Autos.

Am Wochenende beteiligte sich der VdH auf seinem Gelände nahe der Autobahnbrücke am bundesweiten Tag des Hundes. Besucher bekamen an diesem „Tag der offenen Tür“ einen Eindruck von verschiedenen Hundesportarten. Beim Rally-Obedience, gut geeignet für Anfänger, steht zum Beispiel der Spaß im Vordergrund. An den Stationen eines Parcours finden die Teilnehmer Schilder, auf denen steht, was zu tun ist. Hunde müssen zum Beispiel zeigen, ob sie die Kommandos „Sitz“ oder „Platz“ draufhaben. „Rally-Obedience ist für jeden Menschen geeignet, auch für ältere Leute und Behinderte“, wirbt Philip Sehr.

Beim Longieren, ebenfalls Sportart, wird mit Flatterband ein Ring abgesteckt, den nur der Mensch betreten darf, nicht der Hund. Letzterer muss den Kommandos auf Distanz folgen. So lernt der Vierbeiner, beim Spazierengehen ohne Leine zu gehorchen. Ältere Hundeführer und Menschen mit körperlichen Handicaps bekommen mehr Zeit für den Parcours.

Nächstes Beispiel: VPG-Hundesport, bestehend aus Fährtensuche, Unterordnung und Schutzdienst. Es geht darum, den Hund führen zu können. Um Missverständnissen vorzubeugen: „Scharf gemacht werden Hunde bei uns nicht“, betont Ausbilderin Vanessa Fischer. Stellen und verbellen ja – gebissen wird nicht.

Eher Dienst als Sport ist Mantrailing – Personensuche. Dafür hatte der VdH ein Team von „Spürhunde NRW“ gewonnen, dessen Tiere etwa bei der Polizei im Einsatz sind, um Menschen zu finden. Mantrailern kommt ihre hervorragende Spürnase zugute. Sie können die Geruchsmerkmale der gesuchten Person von allen anderen unterscheiden.

Tipps gab‘s zur Hundehaltung. Vanessa Fischer empfiehlt ein „gutes Gesamtpaket“ aus richtiger Ernährung, viel Bewegung und Beschäftigung für den Kopf. Aufs Sofa dürften Hunde nicht, und mit Kindern sollten sie nie allein gelassen werden. Allerdings müssen nicht nur Hunde Grenzen einhalten, „sondern auch Kinder“, so Kirstin Held. Beispiel: „Nicht an den Ohren ziehen, nicht das Futter wegnehmen, nicht stören, wenn der Hund im Körbchen liegt.“

Experte für die Fütterung ist Frank Mansfeld. Sein Tipp: „Nicht das billigste Futter nehmen. Dosenfutter sollte hochwertig sein.“ Mansfeld rät zu einem Mix aus 70 Prozent Frischfleisch und 30 Prozent Gemüse, das es auch als Komplettmenü gebe. Die tägliche Futtermenge sollte ungefähr drei Prozent vom Körpergewicht betragen. Entscheidend ist, wie viel Bewegung das Tier hat. Wer Hundesport macht, braucht mehr.

www.vdhportawestfalica.de




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