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Ortsrat Cammer erörtert erneut die Situation der Gräben / Rösener: Geld lockermachen

„Wer hineinfällt, kommt nicht wieder raus“

Cammer (bus). Die örtlichen Gräben haben erneut den Cammeruner Ortsrat beschäftigt. In der aktuellen Sitzung standen speziell Riehe, Ahrensbeeke und Schanzenkamp im Mittelpunkt der Erörterungen. Als greifbares Ergebnis konnte die Ankündigung von Baubereichsleiter Jörg Klostermann notiert werden, die Riehe im bevorstehenden Frühjahr halbseitig mähen zu wollen.

veröffentlicht am 09.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 10:21 Uhr

Während der Diskussion waren widersprüchliche Informationen zu vernehmen. Ortsbürgermeister Friedrich Rösener merkte an, dass der nördliche, vom Holzkamp bis zur Landesgrenze reichende Riehe-Abschnitt zuletzt vor 16 Jahren geräumt worden ist. Die Stadt Petershagen lasse hingegen alle zwei Jahre ausräumen. Er erwarte, „dass das hier jetzt auch gemacht wird“. Falls der Kämmerer kein Geld habe, müsse das extra aufgenommen werden. „Für mich ist das in erster Linie kein Naturschutzgewässer sondern ein Abflussgewässer“, unterstrich Rösener.

Klostermann berichtete von Rechnungen, die eine Räumung des Nord-Abschnitts für 2008 belegen. Generell erfolge das Mähen und Reinigen im städtischen Zuständigkeitsbereich nach Vorgabe des Grabenkatasters regelmäßig. Martina Hücker gab zu bedenken, dass das vom Ortsbürgermeister beklagte Abflussdefizit mit dem zu eng bemessenen Querschnitt der Verrohrung im oberen Abschnitt des Gewässers zu tun hat. „Ich glaube nicht, dass die Räumung der Riehe das Problem ist“, betonte die Lokalpolitikerin. Mit Blick auf die Ahrensbeeke sprach sich das fünfköpfige Gremium bei zwei Enthaltungen dafür aus, deren Pflege in städtische Obhut zu übergeben.

Hinsichtlich des Schanzenkamps plädierte Rösener für die Umwandlung eines 90 Zentimeter tiefen und 40 Zentimeter breiten Grabens in ein flaches Muldensystem. „Wer dort hineinfällt, kommt nicht wieder heraus. Die Böschungen sind so steil, dass sie ohne Anlauf nicht einmal von Fröschen bewältigt werden können“, schilderte der Ortsbürgermeister den gegenwärtigen Zustand. „Falls sich dort eine Gefahrenstelle befindet, wird das von uns geprüft“, stellte Klostermann in Aussicht. Der Baubereichsleiter wies darauf hin, dass der Landkreis Grabenverrohrungen grundsätzlich recht kritisch gegenübersteht. Hücker merkte an, dass eine mit Kies verfüllte und im Untergrund mit einem Rohr ausgestattete Mulde nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss. „Wir sind auch für andere Möglichkeiten offen.“




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