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Tennisverein „Weiß-Rot-Blau“: Sportlich läuft es rund – finanziell eher nicht

Wer nicht mithilft, muss jetzt zahlen

Bückeburg (jp). Eine geringe Beteiligung bei Jahreshauptversammlungen deutet häufig darauf hin, dass bei einem Verein aus Sicht seiner Mitglieder alles nach Wunsch verläuft. Beim Bückeburger Tennisverein „Weiß-Rot-Blau“ waren es jetzt weniger als zehn Prozent der Mitglieder, die den Weg zu der alljährlichen Zusammenkunft im Clubhaus im Schlosspark gefunden hatten. Sportlich ist bei den Bückeburger Anhängern des weißen Sports auch alles im grünen Bereich. Wirtschaftlich hat sich allerdings die nicht einfache Situation der vergangenen Jahre für „Weiß-Rot-Blau“ fortgesetzt.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 19:15 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:22 Uhr

Der erste Vorsitzende Reiner Brombach konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein sportlich bewegtes Jahr zurückblicken, in dem es im Herren- sowie auch im Damenbereich einen regen und überwiegend erfolgreichen Punktspielbetrieb gab. Auch im weiß-rot-blauen Jugendbereich trägt die engagierte Arbeit unter der Federführung von André Munkelt und seinem Team Früchte. Dort freute man sich 2008 unter anderem über drei Kreismeistertitel.

Freuen können sich die Bückeburger Tennisspieler auch darüber, dass auf der landschaftlich wohl schönsten Tennisanlage der Umgebung für viele weitere Jahre gespielt werden darf. Dem Tennisverein „Weiß-Rot-Blau“ gelang es im vergangenen Jahr, den auslaufenden Erbbaurechtsvertrag für die Anlage im Schlosspark in Übereinstimmung mit Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe für weitere 30 Jahre zu verlängern.

Deutlich weniger Freude vermag die wirtschaftliche Situation des Vereins hervorzurufen. Wie Kassenwart Hagen Bokeloh ausführte, schrumpften die Mitgliedsbeiträge im vergangenen Jahr in Folge der Streichung einiger Karteileichen sowie mehrerer Vereinsaustritte noch einmal spürbar. An der Negativbilanz konnten auch die etwa 20 „Bückebouler“ und Gästespieler nichts ändern. Die Vereinsausgaben müssten daher dringend weiter reduziert werden, so die Ermahnung von Hagen Bokeloh. Nach der Sanierung der Herrenduschen im Clubhaus bleibe kaum noch Luft für weitere Investitionen.

Die Arbeitseinsätze werden für 18- bis 65-jährige Mitglieder nicht mehr freiwillig sein: Wer nicht mithilft, soll mit 20 Euro pro Saison zur Kasse gebeten werden. Weiterhin schlug der Kassenwart vor, dass verdienende Erwachsene den Zuschuss von jeweils 7,50 Euro für die Punktspielbälle aus eigener Tasche bezahlen sollten. Die Saison startet am 19. April mit einem Frühstück im Clubhaus.

Im Rahmen der Versammlung wurden Reiner Brombach als Vorsitzender, Hagen Bokeloh als Kassenwart und Horst Frensel als Geschäftsführer einstimmig wiedergewählt. Der zweite Vorsitzende Michael Nehrmann kündigte nach über 40 Jahren Vorstandstätigkeit schon jetzt an, dass er im nächsten Jahr bei den Wahlen nicht mehr zur Verfügung stehen werde.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Peter Mai besonders geehrt. Geehrt werden sollte für 40 Jahre Vereinstreue auch Klaus Insinger, der wegen einer schweren Erkrankung nicht anwesend sein konnte.

Einen Blumenstrauß wird in Kürze Benita Fürstin zu Schaumburg-Lippe überreicht bekommen. Die Fürstin ist dem Verein seit 50 Jahren treu verbunden.




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